Apple hält an Liquid Glass fest: Keine Kehrtwende trotz Nutzerkritik
Apple hält an Liquid Glass fest trotz Kritik

Apple verteidigt Liquid Glass: Keine Kehrtwende trotz Nutzerkritik

Die Einführung der neuen Designsprache Liquid Glass mit iOS 26 hat bei vielen Apple-Nutzern für kontroverse Reaktionen gesorgt. Besonders die starke Transparenz der Oberfläche wird kritisiert, da Texte und Symbole dadurch teils schlechter zu lesen sind. Wer auf eine schnelle Rücknahme des Designs gehofft hatte, wird enttäuscht: Apple will am Liquid-Glass-Design festhalten, wie aus internen Quellen bekannt wurde.

Transparenz als zentraler Kritikpunkt

Apple hat mit iOS 26 eine radikal neue Designsprache eingeführt, die nicht überall positiv aufgenommen wurde. Bei einigen Nutzern soll das durchgängig transparente Design sogar für Schwindelgefühle gesorgt haben. Dem Bloomberg-Newsletter „Power On“ von Mark Gurman zufolge plant der Konzern jedoch keine großen Änderungen an Liquid Glass. Stattdessen soll der Look die nächsten Jahre ein fester Bestandteil des Betriebssystems bleiben.

Langfristige Integration über mehrere Plattformen

Laut Gurman dürfte Liquid Glass über mehrere Generationen von iOS, iPadOS, macOS und watchOS hinweg erhalten bleiben. Das betrifft nicht nur die optische Erscheinung, sondern auch die grundsätzliche Funktionsweise der Oberfläche. Entwickelt wurde die Designsprache noch unter dem früheren Software-Designchef Alan Dye, der inzwischen zu Meta gewechselt ist.

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Gurman schreibt, die neue Designsprache sollte verdecken, dass Apples Betriebssysteme für 2026 nur wenige KI-Neuerungen boten und die intelligentere Siri-Version fehlte. Die Rolle von Dye hat Steve Lemay übernommen, der laut Bericht ebenfalls an der Entwicklung von Liquid Glass beteiligt war. Daher gilt als wahrscheinlich, dass Apple den Look eher schrittweise weiterentwickelt, statt ihn grundlegend umzubauen.

Historisches Vorbild: iOS 7

Ein ähnliches Vorgehen gab es bereits bei der letzten großen Designwende: 2013 führte Apple mit iOS 7 ein flaches Design ein und verabschiedete sich vom sogenannten Skeuomorphismus. In den Jahren danach wurde das System immer wieder nachjustiert und verfeinert. Auch bei Liquid Glass sind bereits erste Korrekturen per Update hinzugekommen.

Mit iOS 26.1 führte Apple eine Option ein, mit der sich die Transparenz von Liquid Glass im gesamten System reduzieren lässt. Mit iOS 26.2 kam ein Schieberegler für die Transparenz der Uhrzeit auf dem Sperrbildschirm hinzu. Laut Gurman wollte Apple ursprünglich einen Transparenz-Regler für die gesamte Oberfläche anbieten.

Technische Herausforderungen und Zukunftsperspektiven

Dieses Vorhaben scheiterte dem Bericht zufolge jedoch an technischen Herausforderungen. Für iOS 27 könnte Apple die Idee wieder aufgreifen und Nutzern mehr Kontrolle über die Darstellung geben. Das würde vor allem beim zentralen Kritikpunkt helfen: der teils schlechten Ablesbarkeit von Text.

Die Strategie von Apple zeigt, dass das Unternehmen trotz anfänglicher Nutzerkritik an seiner Designvision festhält. Statt radikaler Änderungen setzt der Konzern auf schrittweise Anpassungen, wie es bereits bei früheren Designüberarbeitungen der Fall war. Ob diese Herangehensweise die Akzeptanz der Nutzer erhöhen wird, bleibt abzuwarten.

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