Deutscher KI-Forscher Joscha Bach: Epstein finanzierte Familie und Forschung
KI-Forscher Bach: Epstein finanzierte Familie und Forschung

Deutscher KI-Forscher gesteht: Epstein finanzierte jahrelang seine Familie

Der renommierte deutsche KI-Forscher Joscha Bach (52) hat öffentlich eingeräumt, dass der verstorbene verurteilte Sexualstraftäter Jeffrey Epstein über Jahre hinweg seine gesamte Familie sowie seine wissenschaftliche Forschung finanziert hat. Bach, der als einflussreicher Vordenker im Bereich der künstlichen Intelligenz gilt und mittlerweile als Direktor am Tech-Institut CIMC in San Francisco arbeitet, gehört zu den prominenten Persönlichkeiten, die in den kürzlich veröffentlichten Epstein-Akten auftauchen.

Karriere im Silicon Valley mit umstrittener Unterstützung

Joscha Bach, dessen Arbeit sogar Tesla-Chef Elon Musk schätzt, arbeitet an visionären Projekten zur Nachbildung menschlicher Gedanken in Maschinen. Epstein bezeichnete den Deutschen als "seinen Mann für die künstliche Intelligenz" und investierte ab dem Jahr 2013 mehr als eine Million Dollar in ihn. Recherchen von "Spiegel" und ZDF belegen durch E-Mail-Korrespondenz, dass der Kontakt zwischen beiden über Jahre hinweg und sogar bis kurz vor Epsteins Tod im Jahr 2019 bestand.

Bach erklärt die Verbindung zu Epstein folgendermaßen: "Ich wurde Jeffrey Epstein durch einflussreiche Persönlichkeiten aus den Bereichen KI und Psychologie vorgestellt - Ben Goertzel, Roger Schank und Stephen Kosslyn. Sie schlugen ihm vor, mich zu unterstützen, und empfahlen mir, sein Angebot anzunehmen, einen Forschungsaufenthalt in den USA zu finanzieren."

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Umstrittene Finanzierung trotz bekannter Vorstrafen

Zu dem Zeitpunkt, als Epstein die Unterstützung anbot, war dieser bereits als verurteilter Sexualstraftäter bekannt und hatte eine Haftstrafe verbüßt. Bach begründet seine Entscheidung heute: "Meine Familie und ich hätten den Umzug nach Boston nicht aus eigener Kraft finanzieren können. Die Alternative wäre aus damaliger Sicht gewesen, meine wissenschaftliche Forschung komplett aufzugeben."

Zwischen 2013 und 2019 finanzierte Epstein laut Bach den gesamten Aufenthalt der vierköpfigen Familie, einschließlich Umzugskosten, Miete, Schulgeld für die Kinder und Krankenhauskosten. Selbst Flüge zu wissenschaftlichen Konferenzen und allgemeine Lebenshaltungskosten wurden übernommen. Der Forscher betont jedoch: "Diese Finanzierung war an keinerlei Bedingungen geknüpft und ich schuldete nichts im Gegenzug. Epstein nahm keinen inhaltlichen Einfluss auf meine Forschung."

Problematische E-Mail-Korrespondenz und aktuelle Konsequenzen

Besonders unangenehm für Bach sind E-Mails aus dem Jahr 2016, in denen er mit Epstein nicht nur über Lernen und Intelligenz diskutierte, sondern auch über kontroverse Themen wie Rasse und Gesellschaft. In diesen Schreiben spekulierte Bach über genetische Eingriffe zur Veränderung von Entwicklungsprozessen und äußerte, der Klimawandel könne "eine gute Methode" sein, um mit Überbevölkerung umzugehen. Von solchen Aussagen distanziert sich der Wissenschaftler heute deutlich und bezeichnet sie als reine "Gedankenexperimente".

Die Veröffentlichung der Epstein-Akten hat für Bach bereits konkrete berufliche Konsequenzen. Die Universität Bamberg, die ihn noch bis vor kurzem als assoziierten Forscher führte, hat ihn nach einer Anfrage des ZDF mittlerweile entfernt. Bach und seine internationalen Forschungskollegen gingen laut eigenen Angaben davon aus, dass Epstein "sich nach der Verbüßung seiner Haftstrafe keiner weiteren Vergehen schuldig gemacht hatte".

In den freigegebenen Dokumenten finden sich auch konkrete Belege für die finanziellen Transaktionen. So wies Epstein im Januar 2018 noch eine Summe von 125.000 Dollar an Bach an, wie aus Mails zwischen Epstein und seinem Buchhalter Richard Kahn hervorgeht. Bach betont abschließend: "Niemals gab es irgendeinen Hinweis auf kriminelles Verhalten Epsteins oder irgendwelche sexuellen Bezüge während unserer Zusammenarbeit."

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration