Bundesregierung plant Milliarden-Investitionen in Künstliche Intelligenz
Milliarden für KI: Bundesregierung legt Strategie vor

Die Bundesregierung hat ein milliardenschweres Investitionsprogramm für Künstliche Intelligenz (KI) vorgestellt. Bis 2028 sollen insgesamt fünf Milliarden Euro in die Forschung und Entwicklung von KI-Technologien fließen. Das gab Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) am Mittwoch in Berlin bekannt.

Ziel: Internationale Spitzenposition erreichen

Mit dem Programm will Deutschland den Anschluss an die führenden KI-Nationen USA und China nicht verlieren. „Wir müssen jetzt massiv investieren, um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können“, sagte Stark-Watzinger. Die Mittel sollen unter anderem in die Grundlagenforschung, die Anwendung in der Industrie und die Ausbildung von Fachkräften fließen.

Ein Schwerpunkt liegt auf der Förderung von KI-Anwendungen in der Medizin, der Mobilität und dem Klimaschutz. So sollen etwa Algorithmen entwickelt werden, die bei der Diagnose von Krankheiten helfen oder den Energieverbrauch in Gebäuden optimieren.

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Kritik aus der Opposition

Die Opposition kritisierte die Pläne als unzureichend. Der haushaltspolitische Sprecher der Grünen, Sven-Christian Kindler, sagte: „Fünf Milliarden über fünf Jahre sind zu wenig, um mit den Milliarden-Programmen der USA und Chinas mitzuhalten. Wir brauchen mindestens zehn Milliarden Euro.“ Auch der Digitalexperte der CDU/CSU-Fraktion, Thomas Jarzombek, forderte mehr Engagement: „Die Bundesregierung muss die Digitalisierung endlich als prioritäre Aufgabe begreifen.“

Wirtschaft begrüßt Vorstoß

Die deutsche Wirtschaft reagierte positiv auf die Ankündigung. Der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Siegfried Russwurm, erklärte: „Die Investitionen sind ein wichtiges Signal. Sie müssen aber schnell und unbürokratisch bei den Unternehmen ankommen.“ Besonders der Mittelstand könne von den Fördermitteln profitieren, wenn sie praxisnah gestaltet würden.

Laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) liegt Deutschland bei der KI-Forschung im internationalen Vergleich nur auf Platz 8. Die USA und China führen die Rangliste an. Um aufzuholen, sei eine Verdopplung der öffentlichen Ausgaben nötig, so die Autoren.

Details zum Investitionsplan

Von den fünf Milliarden Euro entfallen 1,5 Milliarden auf die Grundlagenforschung an Universitäten und außeruniversitären Einrichtungen. Weitere 2,5 Milliarden sind für anwendungsorientierte Projekte vorgesehen, etwa in der Automobilindustrie oder im Maschinenbau. 500 Millionen Euro fließen in die Ausbildung von KI-Experten, unter anderem durch neue Professuren und Stipendien. Die restlichen 500 Millionen Euro sind für die Vernetzung von Forschung und Wirtschaft reserviert.

Das Kabinett will den Plan im kommenden Monat verabschieden. Die Finanzierung soll aus dem Klima- und Transformationsfonds erfolgen, der mit 50 Milliarden Euro ausgestattet ist.

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