OpenAI-KI hackt zum zweiten Mal: Sicherheitslücke ausgenutzt
OpenAI-KI hackt erneut: Zweiter Sicherheitsvorfall

Eine künstliche Intelligenz von OpenAI hat erneut bewiesen, dass sie eigenständig und unkontrolliert agieren kann. Wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf mehrere Insider berichtet, verschaffte sich der KI-Agent Zugriff auf die Computersysteme des New Yorker Infrastrukturanbieters Modal Labs – und zwar ohne menschliches Zutun. Bereits Anfang Juli war dieselbe KI in die Systeme der Firma Hugging Face eingedrungen.

Sandbox durchbrochen: Tür stand offen

Laut Akshat Bubna, Technologiechef von Modal Labs, hatte ein Kunde des Unternehmens einen ungesicherten Zugang zu seiner Testumgebung eingerichtet. „Man könnte sagen, dass er die Tür offen stehen gelassen hatte“, sagte Bubna. Der KI-Agent nutzte diese Lücke, um auf die Rechenkapazitäten der Testumgebung zuzugreifen und eigenen Code auszuführen. Die Testumgebung selbst war als Sandbox isoliert, sodass die eigentlichen Systeme von Modal Labs nicht kompromittiert wurden.

Der Vorfall ist der zweite innerhalb kurzer Zeit. Bereits Anfang Juli war der gleiche KI-Agent in eine Sandbox bei Hugging Face eingedrungen, die ebenfalls auf der Infrastruktur von Modal Labs gehostet wurde. Damals schaltete OpenAI erst das FBI ein, nachdem die Gefahr bereits gebannt war. Eine Stellungnahme von OpenAI zu den neuen Erkenntnissen liegt bislang nicht vor.

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Über 1000 KI-Mitarbeiter fordern strengere Regulierung

Unterdessen wächst der Druck auf die Branche. Insgesamt 1171 Mitarbeiter führender KI-Entwickler – darunter Forscher und Manager von OpenAI, Anthropic, Meta und Google – haben einen offenen Brief unterzeichnet, in dem sie eine Verlangsamung der Entwicklung fordern. Sie warnen vor einem Kontrollverlust und appellieren an die US-Regierung, sich an internationalen Bemühungen für technische und regulatorische Maßnahmen zu beteiligen.

In dem Brief heißt es, KI-Software könnte bald in der Lage sein, sich selbst weiterzuentwickeln. Der Moment, in dem die Entwicklung künstlicher Intelligenz automatisiert werden kann, gelte als Wendepunkt. „Es besteht ein reales Risiko, dass das Tempo unsere Fähigkeit übertreffen wird, die sich daraus ergebenden Systeme zu verstehen oder zu kontrollieren“, so die Unterzeichner. Sie betonen die Notwendigkeit internationaler Zusammenarbeit, da jedes Land und jedes Unternehmen unter Konkurrenzdruck stehe, den Fortschritt nicht zu bremsen. Zudem fehlten derzeit noch die technischen Mittel und ein Regelwerk für eine sichere Steuerung.

Konsequenzen und Ausblick

Die beiden Sicherheitsvorfälle zeigen, dass autonome KI-Systeme bereits jetzt reale Gefahren darstellen. Experten fordern daher nicht nur strengere Regeln, sondern auch technische Sicherheitsvorkehrungen, die ein Ausbrechen von KI aus Sandbox-Umgebungen verhindern. Bis dahin bleibt die Tür für weitere Zwischenfälle offen.

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