AMD überholt Nvidia bei KI-Inferenz: Helios-System liefert 30% mehr Leistung pro Dollar
AMD überholt Nvidia bei KI-Inferenz: Helios liefert 30% mehr

Auf der Hausmesse 'Advancing AI' in San Francisco hat AMD-Chefin Lisa Su eindrucksvoll demonstriert, dass ihr Unternehmen nicht länger der ewige Zweite hinter Nvidia bleiben will. Mit dem neuen Rack-System Helios, das ab Ende des dritten Quartals ausgeliefert wird, positioniert sich AMD als ernstzunehmender Konkurrent im boomenden Markt für KI-Halbleiter. Laut AMD liefert Helios bis zu 30 Prozent mehr Inferenz-Rechenleistung pro Dollar als Nvidias aktuelles Referenzprodukt Vera Rubin.

OpenAI und Anthropic als strategische Partner

Lisa Su hatte sich prominente Verstärkung auf die Bühne geholt: OpenAI-Manager Sachin Katti versprach, AMDs neue Server 'ab Ende dieses Jahres in massivem Umfang' einzusetzen. Der KI-Entwickler ist seit vergangenem Jahr einer der wichtigsten Partner von AMD. Zudem berichtete Tom Brown, Mitgründer des KI-Stars Anthropic, dass dessen Modell Claude die neuen Systeme an einem Wochenende eigenständig in Betrieb genommen habe. Zuvor hatten beide Unternehmen eine mehrere Milliarden Dollar umfassende Partnerschaft bekanntgegeben.

Der Markt verlagert sich zur Inferenz

Die Botschaft der Hausmesse war klar: Der ewige Zweite der Chipbranche hat zum Marktführer Nvidia aufgeschlossen – zumindest dort, wo künftig das Geld verdient wird. Das Geschäft mit KI-Halbleitern verlagert sich zunehmend vom Training von Modellen wie Googles Gemini oder Anthropics Fable zur sogenannten Inferenz, dem laufenden Betrieb. Darunter fallen etwa die KI-Antworten von Textrobotern wie ChatGPT. Genau für diesen Bereich ist Helios optimiert.

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Helios: 72 KI-Beschleuniger und neuer Venice-Prozessor

Helios ist AMDs erstes komplettes Rack-System, das 72 KI-Beschleunigerchips mit einem neuen Prozessor namens Venice bündelt. Laut AMD übertrifft es Nvidias Konkurrenzsystem Vera Rubin in der entscheidenden Kennzahl der Inferenz-Rechenleistung pro Dollar um bis zu 30 Prozent. Damit adressiert AMD den wachsenden Bedarf an effizienten Lösungen für den Betrieb von KI-Modellen, während Nvidia traditionell im Training von Modellen stärker ist.

Zwei Risiken bleiben

Trotz der vielversprechenden Technologie bleiben zwei Risiken bestehen: Erstens muss AMD die hohen Erwartungen an die Auslieferung und Leistungsfähigkeit von Helios in der Praxis erfüllen. Zweitens ist der KI-Markt extrem dynamisch – Nvidia wird nicht untätig bleiben und könnte mit eigenen Innovationen gegensteuern. Dennoch zeigt die Strategie von Lisa Su, dass AMD bereit ist, im Wettbewerb um die KI-Zukunft eine führende Rolle zu spielen.

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