Die Rückkehr von der Internationalen Raumstation (ISS) verlief reibungslos: Drei Raumfahrer sind nach acht Monaten im Weltall sicher auf der Erde gelandet. Die Sojus-Kapsel MS-28 mit den Russen Sergej Kud-Swertschkow und Sergej Mikajew sowie dem Nasa-Astronauten Christopher Williams setzte um 12:27 Uhr deutscher Zeit in der kasachischen Steppe nahe der Stadt Scheskasgan auf. Die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos bestätigte die planmäßige Landung.
Acht Monate im All
Für Williams und Mikajew war es der erste Aufenthalt auf der ISS, für Kud-Swertschkow der zweite. Sie waren Ende November 2024 zur ISS gestartet und verbrachten dort genau 241 Tage. In dieser Zeit umrundeten sie die Erde 3.856 Mal und legten insgesamt mehr als 160 Millionen Kilometer zurück – eine Strecke, die etwa der Entfernung von der Erde zur Sonne entspricht.
Während ihrer Mission führten die drei zahlreiche wissenschaftliche Experimente durch, darunter Untersuchungen zu Materialwissenschaften und Humanbiologie. Sie hielten die Station instand und empfingen mehrere Versorgungsschiffe, darunter einen Progress-Frachter und einen Dragon der SpaceX.
Freudige Rückkehr
In einem Livestream von Roskosmos waren die Raumfahrer nach der Landung lächelnd zu sehen, während sie von Bergungsteams versorgt wurden. Sergej Mikajew sagte in einem kurzen Statement: „Ich fühle mich gut.“ Die Kommentatoren des Streams kündigten an, dass alle drei umfassend medizinisch untersucht würden. Die Raumfahrer wurden aus der Kapsel gehoben und auf speziellen Liegen zu einem mobilen medizinischen Zelt gebracht.
Die Landung erfolgte bei strahlendem Sonnenschein und milden Temperaturen, was die Bergungsarbeiten erleichterte. Hubschrauber und Geländefahrzeuge waren im Einsatz, um die Kapsel zu sichern und die Besatzung schnellstmöglich zu versorgen.
Fortsetzung der Kooperation trotz Spannungen
Trotz des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine, der seit mehr als vier Jahren andauert, setzen Russland und die USA ihre Zusammenarbeit auf der ISS fort. Die Station umkreist die Erde in etwa 400 Kilometern Höhe und ist seit rund 25 Jahren kontinuierlich bewohnt. Die Partnerschaft auf der ISS gilt als eine der wenigen noch intakten diplomatischen Brücken zwischen beiden Ländern.
Roskosmos betonte, dass die Mission wie geplant verlief. Der nächste Wechsel der ISS-Crew ist für August geplant, wenn ein neues Team an Bord geht. Die zurückgekehrten Raumfahrer werden in den kommenden Tagen nach Moskau und Houston geflogen, um ihre Familien wiederzusehen und sich von den Strapazen der Raumfahrt zu erholen.



