Der US-Chipkonzern Qualcomm hat mit Microsoft und der Facebook-Mutter Meta zwei Tech-Schwergewichte als Kunden für seine neuen KI-Chips gewonnen. Dies gab das Unternehmen am Mittwoch bekannt. Qualcomm versucht seit längerem, in den stark wachsenden Markt für KI-Chips in Rechenzentren einzusteigen, der bislang von Nvidia und Cerebras sowie von selbst entwickelten Halbleitern von Amazon oder Google dominiert wird.
Microsoft setzt auf günstigere Chip-Architektur
Microsoft werde Halbleiter nutzen, die auf günstigen Chips für Smartphones und Laptops basierten, statt teurerer Lösungen mit höherer Bandbreite von Nvidia und Speicherchips von Cerebras, teilte Qualcomm mit. Dies deutet auf eine Strategie hin, die auf Kosteneffizienz und breite Verfügbarkeit setzt, anstatt auf absolute Spitzenleistung.
Meta entscheidet sich für Dragonfly C1000
Meta habe sich für die Dragonfly C1000-Prozessoren entschieden, die eigens für Rechenzentren entwickelt worden seien. Zudem seien zwei Großabnehmer für Spezialchips gefunden worden. Um welche Unternehmen es sich handelt, ließ Qualcomm offen. Die Dragonfly C1000 sind speziell für KI-Workloads in Rechenzentren optimiert und sollen eine hohe Effizienz bieten.
Marktpotenzial und Ausblick
Qualcomm hatte im April angekündigt, bis Jahresende die ersten Chips auszuliefern. Die Analysten der Bank of America bezifferten das Umsatzpotenzial in einer Studie auf rund zwei bis fünf Milliarden Dollar bis zum Geschäftsjahr 2027/2028. Dies zeigt das große Potenzial, das Qualcomm in diesem Markt sieht. Mit den neuen Kunden Microsoft und Meta hat Qualcomm wichtige Partner gewonnen, die dazu beitragen könnten, die Marktposition des Unternehmens zu stärken.
Der Markt für KI-Chips in Rechenzentren wächst rasant, angetrieben durch den Boom Künstlicher Intelligenz. Nvidia ist derzeit der dominierende Anbieter, aber auch andere Unternehmen wie AMD und Intel versuchen, Marktanteile zu gewinnen. Qualcomm setzt auf eine Nische mit kostengünstigeren Lösungen, die auf bewährter Smartphone-Technologie basieren. Ob diese Strategie aufgeht, wird sich in den kommenden Jahren zeigen.



