Gastkommentar: Warum KI den Menschen in diesen Bereichen nicht ersetzen wird
Warum KI in diesen Bereichen den Menschen nicht ersetzt

Viele Menschen in Deutschland fürchten, dass Künstliche Intelligenz (KI) ihnen bald den Arbeitsplatz nimmt. Doch der Experte Ralf Otte, Professor für Automatisierungstechnik und KI an der Technischen Hochschule Ulm, zeigt in einem Gastkommentar auf, warum diese Sorge oft unbegründet ist. Er prognostiziert, dass die Hälfte der aktuellen KI-Projekte in Unternehmen scheitern wird. Gleichzeitig nennt er neun Tätigkeitsbereiche, in denen KI den Menschen garantiert nicht ersetzen kann.

Analoge Tätigkeiten ohne Digitalisierungsoption

Erstens: Analoge Tätigkeiten, die nicht digitalisierbar sind. Handwerker etwa müssen sich laut Otte keine Sorgen machen. Kein KI-Fachmann würde ernsthaft behaupten, dass demnächst ein humanoider Elektriker vor der Tür steht. Die physische Präsenz und das manuelle Geschick bleiben unersetzlich.

Digitalisierbare analoge Tätigkeiten mit menschlichem Kontakt

Zweitens: Analoge Tätigkeiten, die digitalisierbar sind, aber dennoch auf zwischenmenschlichen Kontakt angewiesen bleiben. Der Einkauf bestimmter Produkte könnte zwar automatisiert werden, doch bei erklärungsbedürftigen Dienstleistungen zählt die persönliche Beratung. Der Verkauf solcher Leistungen wird weiterhin menschliches Einfühlungsvermögen erfordern.

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Mangel an Lerndaten

Drittens: Tätigkeiten, die unter einem Mangel an Lerndaten leiden. KI benötigt große Datenmengen, um zu lernen. Bei seltenen Vorfällen wie Explosionen stehen oft nicht genügend Daten zur Verfügung. Menschen, die die Ursachen solcher Ereignisse untersuchen, können daher nicht durch KI ersetzt werden.

Bedeutung von Wörtern und Extrapolation

Viertens: Tätigkeiten im Extrapolationsraum. KI versteht die Bedeutung von Wörtern nicht wirklich und kann daher keine sinnvollen Vorhersagen über bekannte Daten hinaus treffen. Dies schränkt ihre Einsatzfähigkeit in kreativen oder unstrukturierten Bereichen stark ein.

Otte betont, dass KI zwar mächtig sei, aber in vielen Feldern an Grenzen stoße. Die menschliche Intuition, Kreativität und soziale Intelligenz bleiben entscheidend. Unternehmen sollten daher realistisch bleiben und nicht blind auf KI setzen.

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