Bei der MVV-Radlrallye steht nicht der sportliche Wettkampf im Vordergrund, sondern das entspannte Erkunden der Münchner Umgebung. Die Teilnehmer radeln in eigenem Tempo und lösen unterwegs einige Fragen, die in der Streckenunterlage versteckt sind. So wird die geistige Fitness trainiert und das Allgemeinwissen spielerisch erweitert. Zahlreiche Einkehrmöglichkeiten sorgen für die nötige Stärkung. In diesem Jahr warten zwei neue, reizvolle Strecken auf die Radler.
Von Neubiberg nach Starnberg-Nord: Über die alte Startbahn zu den Römern
Die erste Tour startet am S-Bahnhof Neubiberg (S5) und endet in Starnberg-Nord (S6). Ein wichtiger Hinweis: Der Bahnhof Starnberg hat keinen Aufzug, Starnberg-Nord hingegen schon. Die Strecke führt über die ehemalige Start- und Landebahn eines früheren Militärflugplatzes, auf dem einst Jets der US Air Force und der Bundeswehr starteten. Heute rollen hier Radfahrer verkehrsfrei und genießen die Ruhe.
Weiter geht es durch ein Neubaugebiet, entlang der Bahngleise und in den Perlacher Forst. Wer möchte, erklimmt den Perlacher Mugl und wird bei guter Sicht mit einem Panoramablick belohnt. Eine Tafel erklärt die umliegenden Berge. Anschließend führt der Weg auf Teerstraßen durch den Wald und vorbei am Bavaria-Film-Gelände. Entlang der Isar erreicht man Großhesselohe mit der ersten Einkehrmöglichkeit im Biergarten der Waldwirtschaft. Wer noch Ausdauer hat, kann weiter nach Pullach zum Rabenwirt fahren.
Nach einer Stärkung geht es isaraufwärts Richtung Süden. Die Radler überqueren die stark befahrene B 11 und gelangen in den Forstenrieder Park. Nach einigen Kilometern erreicht man Leutstetten. Hier lädt ein besonderer Biergarten vor der Schloßwirtschaft zur Rast ein, wo ein Brunnen mit Gedenktafel an König Ludwig III. erinnert. Die letzte Etappe führt über die Wangener Straße nach Starnberg zum Leutstettener Moos mit der Villa Rustica, einem ehemaligen römischen Gutshof. Hier wartet die letzte Frage der Rallye. Über einen Radweg, der teilweise über einen abenteuerlichen Brettersteg führt – ein haptisches und akustisches Erlebnis – geht es zum Bahnhof Starnberg-Nord.
Die Strecke ist rund 40 Kilometer lang und hat etwa 300 Höhenmeter. Der Schwierigkeitsgrad wird als „einfach bis mittel“ eingestuft und ist für Tourenräder, Mountainbikes und Pedelecs geeignet. Der Großteil der Strecke verläuft auf Teerstraßen, der Rest auf Wald- und Forstwegen mit festem Kies.
Von Poing nach Freising: Entlang der Isar zum Domberg
Die zweite Tour startet am S-Bahnhof Poing (S2) und führt in die Domstadt Freising. Gleich zu Beginn beeindruckt die Pater-Rupert-Mayer-Kirche, ein moderner Bau, der bereits viele Auszeichnungen erhalten hat. Hier wartet auch die erste Frage. Entspannt geht es durch weite Moorlandschaften, grüne Parks und entlang eines der schönsten Flussradwege Oberbayerns. Ruhige Feldwege führen durch das Landshamer Moos zum Speichersee und weiter durch Ismaning. Wer eine Pause einlegen möchte, findet im Biergarten „Zur Mühle“ oder beim Neuwirt erste Einkehrmöglichkeiten. Frisch gestärkt radelt man gemütlich an der Isar entlang. Kurz vor Freising gibt es eventuell eine Umleitung aufgrund von Hochwasserschäden.
Das Ziel ist der Freisinger Domberg, wo man mit historischen Eindrücken im Dom und einem Blick über die Stadt belohnt wird. Zum Abschluss laden verschiedene Cafés und Lokale in Freising zur Einkehr ein. Wer noch ein Stück weiterfährt, kann im Bräustüberl in Weihenstephan eine Brotzeit genießen – die Geburtsstätte des Obazd’n.
Die Strecke ist etwa 47 Kilometer lang und hat nur 150 Höhenmeter. Der Schwierigkeitsgrad ist „leicht“. Meist geht es über gut ausgebaute Feld-, Kies- und Asphaltwege. Kurz vor Freising muss man wegen Hochwasserschäden eventuell einer Umleitung folgen.



