Dorothee Bär träumt vom Flug ins All
Die Forschungs- und Raumfahrtministerin Dorothee Bär (CSU) hat in einem Interview mit den Zeitungen der Funke Mediengruppe ihren Wunsch geäußert, selbst einmal ins Weltall zu reisen. „Absolut! Ich würde sofort in ein Raumschiff steigen“, erklärte die Politikerin. Sie betonte, dass der Blick auf die Erde aus dem All jeden Astronauten tief berühre: „Es lässt keinen Astronauten kalt, auf die Erde runterzuschauen und deren Schönheit sehen zu dürfen.“
Parabelflug als erster Schritt
Um zumindest einen Vorgeschmack auf die Schwerelosigkeit zu bekommen, hat sich Bär bereits für einen Parabelflug angemeldet. Dabei handelt es sich um einen Flug, bei dem durch spezielle Flugmanöver kurze Phasen der Schwerelosigkeit erzeugt werden. Die Ministerin möchte so das Gefühl erleben, das Astronauten im All haben.
Skepsis gegenüber einer Umsiedlung der Menschheit
Trotz ihrer Begeisterung für die Raumfahrt zeigt sich Bär skeptisch, was die langfristige Besiedlung anderer Planeten betrifft. Sie glaube nicht, dass die Menschheit eines Tages auf einem anderen Planeten leben werde. „Erstens will ich mit der Klimaforschung dazu beitragen, dass es nicht so weit kommt, dass die Erde unbewohnbar wird“, so die Ministerin. Die Klimakrise führe bereits jetzt zu erheblichen gesundheitlichen Belastungen. „Und zweitens kann ich mir schwer vorstellen, dass alle Erdenbewohner auf einen anderen Planeten umsiedeln“, fügte sie hinzu.
Mondbasis zu Forschungszwecken möglich
Anders beurteilt Bär die Pläne der US-Raumfahrtbehörde NASA, eine Forschungsbasis auf dem Mond zu errichten. „Das erscheint mir zu meinen Lebzeiten möglich“, sagte sie. Auch Europa plane eine eigene permanente Präsenz auf dem Erdtrabanten. Die Ministerin sieht darin eine sinnvolle Ergänzung der weltweiten Raumfahrtaktivitäten.



