Der geplante Testflug des größten jemals gebauten Raketensystems Starship von SpaceX ist am Donnerstag kurz vor dem Start abgebrochen worden. Tech-Milliardär Elon Musk, Gründer und Chef des Raumfahrtunternehmens, teilte auf seinem Online-Portal X mit: „Einige der Triebwerke haben nicht gezündet, was einen automatischen Abbruch des Starts ausgelöst hat.“ Der nächste Startversuch werde hoffentlich in ein paar Tagen stattfinden.
Bereits zwölf Testflüge absolviert
Im Mai 2026 hatte die Riesenrakete zuletzt einen Testflug absolviert – den insgesamt zwölften. Auch damals fielen einige Triebwerke aus, doch ansonsten verlief der Test weitgehend nach Plan. Erstmals kam dabei die „Version 3“ des Starship zum Einsatz. Laut SpaceX handelt es sich um eine in Design und Leistungsfähigkeit komplett überarbeitete Version der Riesenrakete.
Zukunft der Raumfahrt: Mond und Mars
Die US-Raumfahrtbehörde Nasa plant, mit dem Starship Astronauten zum Mond zu bringen. SpaceX hingegen verfolgt das langfristige Ziel, eines Tages den Mars zu erreichen. Das Raketensystem ist höher als die Freiheitsstatue in New York und besteht aus zwei Teilen: dem etwa 70 Meter langen Booster Super Heavy und der rund 50 Meter messenden oberen Stufe, die ebenfalls Starship heißt. Beide Komponenten sind so konzipiert, dass sie nach der Rückkehr zur Erde wiederverwendet werden können.
Technische Herausforderungen
Der jüngste Fehlstart zeigt, dass die Entwicklung des Starship weiterhin mit technischen Hürden verbunden ist. Obwohl SpaceX bereits Fortschritte erzielt hat, bleibt die Zuverlässigkeit der Triebwerke eine kritische Herausforderung. Der automatische Abbruch verhinderte einen möglichen Unfall und unterstreicht die Sicherheitsmechanismen des Systems.



