SpaceX-Aktie stürzt ab: 600 Milliarden Dollar Börsenwert vernichtet
SpaceX verliert 600 Mrd. Dollar Börsenwert

Der Höhenflug der SpaceX-Aktie ist vorerst beendet. Die Weltraumfirma von Elon Musk hat in nur drei Tagen mehr als 600 Milliarden Dollar an Börsenwert eingebüßt. Am Montag fiel der Kurs um 16 Prozent auf 154,60 Dollar – den tiefsten Stand seit dem ersten Handelstag. Damit setzt sich der Abwärtstrend fort, der bereits in der Vorwoche eingesetzt hatte.

Hohe Verluste und späte Profitabilität belasten

SpaceX hat im ersten Quartal dieses Jahres einen Verlust von 4,3 Milliarden Dollar verbucht. Analysten rechnen nicht vor 2030 mit einer schwarzen Zahl. Die Investmentbank Goldman Sachs schätzt, dass das Unternehmen bis dahin mehr als eine Billion Dollar investieren muss – vor allem in KI-Infrastruktur und den Aufbau von Datenzentren im All. Die Aktie wird derzeit mit rund dem 70-fachen des Jahresumsatzes bewertet.

„Mein Eindruck ist, dass jetzt auch diejenigen, die an Musk glauben, angesichts dieser extrem hohen Bewertung ein bisschen kalte Füße bekommen“, sagt Stephan Kemper, Chef-Investmentstratege im Private Banking von BNP Paribas Wealth Management. Er sieht den Kursrutsch als eine Art Realitäts-Check für die hochgehandelte Aktie.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Fünf Gründe für die Börsenkrise von SpaceX

Die Gründe für den Absturz sind vielfältig: Neben den hohen Verlusten und der späten Profitabilität spielen auch die enormen Investitionserfordernisse eine Rolle. Zudem belasten die Unsicherheit um die regulatorischen Rahmenbedingungen für Weltraumprojekte und die Konkurrenz durch andere Raumfahrtunternehmen wie Blue Origin. Ein weiterer Faktor ist die allgemeine Skepsis an der Börse gegenüber hoch bewerteten Technologiewerten.

ETFs als Alternative: Weniger KI und USA, mehr Rendite

Während SpaceX unter Druck steht, zeigen andere Anlageformen Stärke. Ein niedrigerer Tech- und US-Anteil bedeutet nicht automatisch weniger Rendite. Weltweit investierende ETFs gelingt es mit ganz unterschiedlichen Konzepten, den MSCI World zu schlagen. Andreas Neuhaus, Teamleiter für Geldanlage und Märkte beim Handelsblatt, stellt drei solcher ETFs vor. Diese setzen verstärkt auf europäische und asiatische Werte sowie auf Branchen jenseits der Technologie.

Die Anleger scheinen zunehmend nach Alternativen zu suchen, die weniger von der Entwicklung einzelner Großkonzerne abhängen. Die vorgestellten ETFs bieten eine breite Diversifikation und haben in den vergangenen Jahren teils bessere Renditen erzielt als der Weltaktienindex.

Ausblick: Wann wird SpaceX profitabel?

Die Frage nach der Profitabilität bleibt zentral. Analysten sind sich uneinig: Während einige das Jahr 2030 als Wendepunkt sehen, gehen andere von einer noch späteren Wende aus. Die hohen Investitionen in KI und Weltrauminfrastruktur könnten die Gewinnschwelle weiter hinauszögern. SpaceX selbst hat sich bislang nicht konkret zu den Gewinnerwartungen geäußert. Die kommenden Quartalszahlen werden zeigen, ob sich der Trend umkehren lässt.

Für Anleger bleibt die Aktie ein spekulatives Investment. Der Kursrutsch der vergangenen Tage könnte eine Kaufgelegenheit bieten – oder der Beginn einer längeren Talfahrt sein. Stephan Kemper rät zur Vorsicht: „Die Bewertung ist extrem, und die Risiken sind hoch. Anleger sollten genau prüfen, ob sie bereit sind, dieses Risiko einzugehen.“

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration