Neues Teleskop in Chile: Astronomie-Revolution hat begonnen
Astronomie-Revolution: Neues Teleskop in Chile startet

Einzigartige Kamera auf dem Andengipfel

Das Vera C. Rubin Observatory in Chile hat seinen Betrieb aufgenommen. Auf einem Berggipfel in den Anden, auf rund 2.700 Metern Höhe, fotografiert eine hochmoderne Kamera den Nachthimmel. Das Observatorium ist mit einer 3,2-Gigapixel-Kamera ausgestattet, der größten Digitalkamera der Welt. Sie wird den gesamten südlichen Himmel alle drei Nächte neu ablichten.

Milliarden neuer Sterne und mögliche Gefahren

Das Teleskop wird voraussichtlich Milliarden neuer Sterne und Galaxien entdecken. Es kann auch Asteroiden aufspüren, die der Erde gefährlich nahe kommen. „Wir werden eine Flut von Daten erhalten, die unser Verständnis des Universums revolutionieren wird“, sagt ein Projektwissenschaftler. Das Observatorium wird über zehn Jahre hinweg rund 20 Terabyte Daten pro Nacht produzieren.

Ideale Bedingungen für Himmelsbeobachtung

Der Standort in Chile bietet an durchschnittlich 300 Tagen im Jahr wolkenfreien Himmel. Die trockene Luft und die Höhe minimieren atmosphärische Störungen. Das Teleskop kann Objekte bis zur 24. Größenklasse erfassen – das ist etwa 10 Millionen Mal schwächer als das menschliche Auge sehen kann.

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Wissenschaftliche Ziele und Erwartungen

Die Hauptziele sind die Erforschung der Dunklen Energie, die Kartierung der Milchstraße und die Entdeckung von Kleinplaneten. Das Rubin-Observatorium wird voraussichtlich 90 Prozent aller erdnahen Objekte mit einem Durchmesser von mehr als 140 Metern finden. „Es ist ein neues Fenster zum Kosmos“, so der Astronom. Die ersten wissenschaftlichen Ergebnisse werden ab 2027 erwartet.

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