Klapperschlange: So entsteht das berühmte Warnsignal
Klapperschlange: Geheimnis des Klappergeräuschs gelüftet

Ein trockenes Rascheln in der Hitze der Wüste – und plötzlich bleibt alles stehen. Eine Klapperschlange warnt mit ihrem berühmten Geräusch vor einer Gefahr. Das auffällige Klappern ist ein altes und äußerst wirksames Warnsignal. Doch wie entsteht dieser unverwechselbare Ton überhaupt?

Lebensraum und Verhalten der Klapperschlange

Klapperschlangen gehören zu den bekanntesten Schlangen der Welt. Sie leben vor allem in Mittelamerika in warmen, trockenen Regionen. Einige Arten kommen auch in Kanada, den USA und Argentinien vor. Ihr Gift kann auch für Menschen gefährlich werden. Umso erstaunlicher: Die Tiere versuchen meist zunächst, einen Angriff zu vermeiden.

Warum die Schlange überhaupt klappert

Das Klappern dient vor allem der Abschreckung. Statt sofort anzugreifen, bewegt die Klapperschlange häufig nur ihre Schwanzrassel und bleibt dabei regungslos, berichtet PETBOOK. Für die Tiere hat das einen großen Vorteil. Sie sparen Energie und müssen kein Gift einsetzen. Oft reicht das Geräusch aus, um größere Säugetiere auf Abstand zu halten. Die Warnung funktioniert so gut, dass sogar andere Schlangen und manche Vogelarten das Geräusch nachahmen. So wollen auch sie Fressfeinde abschrecken.

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Ganz ohne Wirkung bleibt das Klappern aber nicht immer. Füchse, Kojoten und Greifvögel lassen sich davon oft nicht beeindrucken. Auch Hauskatzen und Hunde können Klapperschlangen töten und fressen. Das Gift ist nur dann tödlich, wenn es in die Blutbahn gelangt.

Das Geheimnis der Schwanzrassel

Viele Menschen vermuten kleine Kügelchen oder andere Partikel im Inneren der Rassel. Tatsächlich ist die Schwanzrassel jedoch leer. Das Geräusch entsteht durch zahlreiche Hornschuppen, die ineinander- und aneinanderliegen. Beim schnellen Bewegen des Schwanzes schlagen diese Schichten gegeneinander und erzeugen das typische Klappern.

Der Aufbau erinnert an eine Matroschka, also die bekannten russischen Holzpuppen, die ineinandergesteckt werden. Die Hornschichten der Klapperschlange sind allerdings deutlich dünner und flexibler.

So wächst die Klapper im Laufe des Lebens

Die Schwanzrassel ist nicht von Geburt an vorhanden. Sie entsteht erst nach und nach. Bei den Hornschuppen handelt es sich um Schuppen an der Schwanzspitze, die bei der Häutung nicht abgestreift werden. Mit jeder Häutung kommt ein weiteres Glied hinzu. Dadurch wird die Klapper im Laufe des Lebens länger. Das Alter einer Klapperschlange lässt sich daran aber nicht zuverlässig ablesen. Die Tiere häuten sich mehrmals im Jahr. Außerdem können einzelne Endglieder der Rassel abbrechen.

Können Baby-Klapperschlangen schon klappern?

Nein. Frisch geborene Klapperschlangen können noch kein Klappergeräusch erzeugen. Die Tiere kommen lebend zur Welt und schlüpfen nicht aus Eiern. Am Schwanzende besitzen sie zunächst nur einen kleinen Knubbel. Die typische Schwanzbewegung zeigen sie allerdings bereits. Ab welcher Häutung das Geräusch stark genug ist, um Feinde wirksam abzuschrecken, lässt sich schwer bestimmen.

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