Erneuter Ausbruch der Newcastle-Krankheit im Landkreis Dahme-Spreewald
Im brandenburgischen Landkreis Dahme-Spreewald sind erneut Fälle der hochansteckenden Newcastle-Krankheit aufgetreten. Die Kreisverwaltung in Lübben bestätigte den Ausbruch in einem Geflügelbetrieb in Zeesen, der etwa 84.000 Tiere umfasst. Dieser Betrieb wurde umgehend gesperrt, um eine weitere Ausbreitung der Tierseuche zu verhindern.
Sofortmaßnahmen und Tötungsanordnung
Das Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz des Landkreises hat die tierschutzgerechte Tötung aller Tiere im betroffenen Ausbruchsbestand angeordnet. Diese drastische Maßnahme ist notwendig, um die Seuche einzudämmen und eine Übertragung auf andere Betriebe zu verhindern. Bereits in der ersten Märzwoche war ein Ausbruch in einer gewerblichen Geflügelhaltung in Bestensee bekannt geworden, was die aktuelle Situation unterstreicht.
Gefahren für Menschen und Tiere
Das Newcastle-Virus ist für den Menschen grundsätzlich ungefährlich, kann jedoch bei sehr engem Kontakt mit infizierten Tieren zu Bindehautentzündungen führen. Fast alle Vogelarten sind anfällig für eine Infektion, wobei das Virus in Deutschland hauptsächlich bei wildlebenden Tauben nachgewiesen wird. Die schnelle Ausbreitung unter Geflügelbeständen macht die Krankheit zu einer ernstzunehmenden Bedrohung für die Tierhaltung.
Hintergrund und regionale Bedeutung
Die Newcastle-Krankheit, auch als atypische Geflügelpest bekannt, ist eine meldepflichtige Tierseuche, die erhebliche wirtschaftliche Schäden verursachen kann. Der erneute Ausbruch in Dahme-Spreewald zeigt, wie wichtig strenge Hygienemaßnahmen und frühzeitige Erkennung sind. Die Behörden überwachen die Situation intensiv, um weitere Ausbrüche zu verhindern und die Sicherheit der Tierbestände in der Region zu gewährleisten.



