Faktencheck: Können Hummeln wirklich stechen? Die Wahrheit über die plüschigen Brummer
Faktencheck: Können Hummeln wirklich stechen?

Faktencheck: Können Hummeln wirklich stechen? Die Wahrheit über die plüschigen Brummer

Sie sind dick, plüschig und wirken fast tollpatschig mit ihrem gedrungenen Körper und den großen Augen. Hummeln genießen einen Sympathie-Bonus im Vergleich zu Wespen oder Hornissen. Ihr gemütliches Brummen lässt sie harmlos erscheinen, und hartnäckig hält sich das Gerücht: Hummeln können gar nicht stechen. Doch stimmt das wirklich? Wir haben die Fakten geprüft.

Nur die Weibchen besitzen einen Stachel

Im Gegensatz zu dem weit verbreiteten Mythos können Hummeln sehr wohl stechen – allerdings nur die Weibchen. Das gilt übrigens auch für andere Stechimmen wie Wespen, Hornissen und Bienen. Hummeln gehören zur Familie der Apoidea und verfügen über einen Giftstachel am Hinterleib. Dieser entwickelte sich evolutionär aus dem Legestachel, der ursprünglich der Eiablage diente. Königinnen nutzen ihn sowohl zum Eierlegen als auch zur Verteidigung, indem sie bei Gefahr Gift injizieren.

Hummelstiche sind meist weniger gefährlich

Laut der Europäischen Stiftung für Allergieforschung (ECARF) kommt es deutlich seltener zu Hummelstichen als zu Stichen von Wespen oder Bienen. Ein Grund dafür ist, dass wir seltener mit Hummeln in Kontakt geraten. Doch selbst wenn es zu einem Stich kommt, ist dieser in der Regel weniger riskant. Der Hummelstachel hat keine Widerhaken und bleibt nicht in der Haut stecken, wodurch weniger Gift in den Körper gelangt. Viele Menschen empfinden Hummelstiche sogar als weniger schmerzhaft als Bienen- oder Wespenstiche.

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Trotzdem sollte man Hummelstiche nicht unterschätzen. Sie können kurz und intensiv brennen. Besonders gefährlich sind sie für Allergiker oder wenn sie im Mund- oder Rachenraum auftreten – beispielsweise wenn man versehentlich eine Hummel verschluckt. In solchen Fällen ist sofortige medizinische Hilfe erforderlich.

Können Hummeln beißen?

Ein weiteres Gerücht besagt, dass Hummeln beißen können. Tatsächlich verfügen sie über kräftige Mundwerkzeuge, die sie jedoch hauptsächlich für die Aufnahme von Nektar und den Nestbau nutzen. Gebissen werden in der Regel nur kleine Feinde. Das Gerücht könnte von stachellosen Bienen stammen, die sich mit Bissen oder ätzenden Flüssigkeiten verteidigen.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Hummeln sind keineswegs wehrlos, aber sie gelten zu Recht als friedliche Insekten. Ihr Stich ist selten und meist harmlos, doch Vorsicht ist bei Allergikern und Stichen in sensiblen Bereichen geboten. Also, das nächste Mal, wenn Sie einer Hummel begegnen, können Sie beruhigt sein – aber ganz ungefährlich sind sie nicht.

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