Haiangriffe 2025: 65 Vorfälle weltweit, neun endeten tödlich
Haiangriffe 2025: 65 Vorfälle, neun tödlich

Haiangriffe 2025: 65 unprovozierte Vorfälle weltweit verzeichnet

Das Florida Museum of Natural History in Gainesville hat seine jährliche Bilanz für 2025 vorgelegt: In der Datenbank International Shark Attack File (Isaf) wurden insgesamt 65 unprovozierte Haiangriffe auf Menschen registriert. Neun dieser Attacken endeten tödlich. Diese Zahlen liegen leicht unter dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre, der bei 72 Fällen pro Jahr lag.

USA und Australien als Hotspots für Haiangriffe

Die meisten Angriffe ereigneten sich mit 25 Vorfällen an der Küste der USA, dicht gefolgt von Australien mit 21 Fällen. In australischen Gewässern sind alle 13 Haiarten vertreten, von denen bekannt ist, dass sie Menschen angreifen können. Besonders gefährlich sind dort der Weiße Hai, der Tigerhai und der Bullenhai, die für die schwersten Bisse verantwortlich gemacht werden.

Rund ein Drittel der erfassten Angriffe betraf Surfer, ein Trend, der sich in den vergangenen Jahren fortsetzt. Gevin Naylor, der Leiter des Haiforschungsprogramms, erklärte dazu: "Die Menschen surfen dort, wo es gute Wellen gibt." In diesen Gebieten sei das Wasser oft trüb und reich an Fischen, die Haie anziehen. Durch die schlechte Sicht könnten die Tiere leichter die falsche Beute attackieren.

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Haiangriffe im Vergleich zu anderen Risiken

Die Daten des Museums unterstreichen, wie unwahrscheinlich es ist, durch einen Haiangriff zu sterben. Zum Vergleich: Allein in den USA ertrinken jährlich etwa 4000 Menschen, und weltweit kommen schätzungsweise 24.000 Personen pro Jahr durch Blitzeinschläge ums Leben. Dies relativiert die Gefahr, die von Haien ausgeht, erheblich.

Provozierte Angriffe und Populationsrückgang

Nicht in die Bilanz einbezogen wurden 29 Angriffe, bei denen Haie absichtlich oder unbeabsichtigt berührt oder gereizt wurden. Solche Vorfälle treten beispielsweise beim Speerfischen oder beim Versuch auf, Haie aus Fischernetzen zu befreien. Untersuchungen zeigen zudem, dass die Populationen großer Haiarten heute deutlich kleiner sind als noch vor einigen Jahrzehnten. Viele Arten gelten als gefährdet, was die ökologische Bedeutung dieser Tiere unterstreicht.

Insgesamt bietet die Bilanz für 2025 einen detaillierten Einblick in die Häufigkeit und Umstände von Haiangriffen, während sie gleichzeitig auf die geringe statistische Wahrscheinlichkeit solcher Ereignisse im Vergleich zu anderen Alltagsrisiken hinweist.

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