Waschbär-Plage in Deutschland: CDU-Politikerin fordert Kopfgeld und ganzjährige Jagd
Waschbär-Plage: Politikerin fordert Kopfgeld und Jagd

Waschbär-Population explodiert: Politikerin verlangt drastische Gegenmaßnahmen

Die Waschbär-Plage in Deutschland erreicht neue Dimensionen. Aktuelle Zahlen des Deutschen Jagdverbands (DJV), die exklusiv vorliegen, belegen einen alarmierenden Anstieg der Population dieser invasiven Art. Innerhalb eines Jahrzehnts hat sich die Zahl der von Jägern erlegten Tiere mehr als verdoppelt, und der aus Nordamerika stammende Kleinbär ist mittlerweile in über zwei Dritteln aller deutschen Jagdreviere anzutreffen.

CDU-Politikerin fordert "Taskforce" und "Artenschutzprämie"

Sarah Schweizer, jagdpolitische Sprecherin der CDU in Baden-Württemberg und selbst aktive Jägerin, reagiert mit drastischen Forderungen. "Die explosionsartige Ausbreitung des Waschbärs ist eine ökologische Katastrophe", erklärt Schweizer. Sie verlangt die Einrichtung einer speziellen Taskforce, die bundesweit effektive Maßnahmen zur Bekämpfung invasiver Arten koordinieren soll.

Zu ihren konkreten Vorschlägen gehören:

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram
  • Eine ganzjährige Aufhebung der Schonzeit für Waschbären
  • Bundesweite Zulassung von Nachtsichttechnik für die Jagd
  • Einführung einer Artenschutzprämie (umgangssprachlich als Kopfgeld bezeichnet) für erfolgreiche Abschüsse

Zahlen belegen dramatische Entwicklung

Die Statistik spricht eine deutliche Sprache: Während in der Jagdsaison 2004/2005 noch 23.687 Waschbären erlegt wurden, waren es in der Saison 2024/2025 bereits 284.220 Tiere. Dies entspricht einem Anstieg von beeindruckenden 1.100 Prozent. Die meisten Tiere (54 Prozent) werden geschossen, 40 Prozent mit Fallen gefangen und anschließend getötet, während 6 Prozent durch Unfälle oder andere Ursachen sterben.

Experten warnen vor ökologischen Folgen

Helmut Dammann-Tamke, Präsident des Deutschen Jagdverbands, warnt: "Der Waschbär frisst alles, vom Frosch im Teich bis zum Vogelküken auf dem Baum." Die Europäische Union stuft den Waschbären als invasive Art ein, die die heimische Tierwelt bedroht – darunter Singvögel, Kröten und andere geschützte Arten. Invasive Arten gelten weltweit als eine der fünf Hauptursachen für den Verlust der biologischen Vielfalt.

Marc Henrichmann, Vorsitzender des Arbeitskreises Jagd, Fischerei und Natur der Union, betont: "Die Explosion bei den Bestandszahlen muss Jäger und andere Naturschützer alarmieren. Es geht um nichts weniger als das Überleben vieler sensibler Populationen."

Verbreitung und politische Forderungen

Waschbären sind heute in fast ganz Deutschland verbreitet, mit besonderen Schwerpunkten in Hessen und Ostdeutschland. Der Deutsche Jagdverband fordert bundeseinheitliche Standards für die effektive Bejagung und lehnt Einschränkungen der Fangjagd ab. Das Ziel ist klar: Der Waschbär soll in ganz Deutschland dauerhaft und ohne Ausnahmen gejagt und gefangen werden können.

Die Diskussion um angemessene Gegenmaßnahmen gewinnt vor dem Hintergrund dieser alarmierenden Zahlen an Dringlichkeit. Während der Waschbär mit seinem niedlichen Äußeren viele Menschen erfreut, stellt seine unkontrollierte Vermehrung eine ernsthafte Bedrohung für das ökologische Gleichgewicht dar.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration