Wolfsrudel tötet 20 Schafe in Niedersachsen: Herde kilometerweit gehetzt
Wolfsrudel tötet 20 Schafe in Niedersachsen

Wolfsrudel verursacht verheerenden Angriff auf Schafherde in Niedersachsen

Ein tragischer Vorfall hat sich im niedersächsischen Landkreis Cuxhaven ereignet. Ein Wolfsrudel hat eine Herde von etwa 100 Schafen von ihrer Weide in Stinstedt gejagt und die Tiere kilometerweit gehetzt. Bei dem gewaltsamen Angriff wurden zahlreiche Schafe getötet oder verletzt, wie ein Sprecher der Landwirtschaftskammer Niedersachsen bestätigte.

Mindestens 20 tote und sieben verletzte Tiere geborgen

Der Sprecher der Landwirtschaftskammer konkretisierte die traurige Bilanz: „Bis heute Morgen wurden 20 tote und sieben verletzte Tiere geborgen.“ Die Kadaver und verletzten Schafe waren über ein ausgedehntes Areal verteilt aufgefunden worden. Wie viele Wölfe genau an dem Angriff beteiligt waren, konnte zunächst nicht ermittelt werden. Allerdings steht nach der Rissbegutachtung zweifelsfrei fest, dass Wölfe für den Angriff verantwortlich waren.

Interessanterweise war die Herde mit einem sogenannten wolfsabweisenden Grundschutz gesichert gewesen. Diese Schutzmaßnahme reichte jedoch nicht aus, um die Schafe vor dem Rudel zu bewahren. Aufgrund dieser Vorkehrungen kann der betroffene Tierhalter aller Voraussicht nach einen Antrag auf freiwillige Entschädigungszahlung des Landes Niedersachsen stellen.

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Parallelfall im Schwarzwald: Zutraulicher Wolf soll geschossen werden

Während in Niedersachsen die Aufarbeitung des Wolfsangriffs läuft, beschäftigt im Südwesten Deutschlands ein anderer Wolf die Gemüter. Im Nordschwarzwald in Baden-Württemberg sorgt das Schicksal des sogenannten „Hornisgrinde-Wolfs“ für kontroverse Diskussionen. Dieses Tier wurde seit 2024 mehr als 180 Mal gesichtet und zeigt sich Menschen gegenüber äußerst zutraulich.

Aus Sicherheitsgründen hat der Verwaltungsgerichtshof in Mannheim nun entschieden, dass dieser Wolf bis zum 10. März geschossen werden darf. Die Entscheidung war in den vergangenen Wochen zu einer wahren Hängepartie geworden, nachdem eine Tierschutz-Initiative vehement für den Erhalt des Wolfes gekämpft hatte. Sowohl der Gerichtshof als auch das Landesumweltministerium halten die fortgesetzte Präsenz des zutraulichen Wolfes jedoch für nicht zumutbar und ordneten seine „Entnahme“ zum Schutz der Bevölkerung an.

Diese beiden Fälle verdeutlichen die komplexen Herausforderungen, die mit der Rückkehr der Wölfe nach Deutschland verbunden sind. Einerseits steht der Artenschutz, andererseits der Schutz von Nutztieren und die Sicherheit der Bevölkerung im Fokus. Die Diskussion um einen angemessenen Umgang mit den großen Beutegreifern wird sicherlich weiter anhalten.

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