Musik-Legende Clive Davis im Alter von 94 Jahren gestorben
Musik-Legende Clive Davis mit 94 Jahren gestorben

Clive Davis, einer der einflussreichsten Musikmanager der Welt, ist tot. Der US-Produzent und Plattenboss starb am Montag in seinem Zuhause in New York City, wie die „New York Times“ berichtet. Davis wurde 94 Jahre alt. Eine Todesursache wurde zunächst nicht genannt.

Letzte Wochen im Krankenhaus

Erst im vergangenen Monat war Davis nach Angaben von TMZ in New York wegen einer Infektion der oberen Atemwege ins Krankenhaus gekommen. Sein Sprecher erklärte damals, die Einweisung sei vorsorglich erfolgt und Davis werde voraussichtlich rasch wieder gesund. Am 4. Juni durfte er demnach nach Hause entlassen werden.

Vom Anwalt zum Plattenboss

Clive Davis begann seine Karriere nach einem Abschluss an der Harvard Law School als Anwalt. Anfang der 1960er-Jahre wechselte er zur Plattenfirma Columbia Records, wo er 1967 Präsident wurde. Davis hatte ein besonderes Gespür für musikalische Talente. Unter seiner Führung kamen Künstler wie Janis Joplin, Bruce Springsteen, Aerosmith und Earth, Wind & Fire zu Columbia.

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Arista Records und der Aufstieg von Whitney Houston

1974 gründete Davis Arista Records, das zu seinem Imperium wurde. Er arbeitete mit Größen wie Barry Manilow, Patti Smith, Aretha Franklin, Dionne Warwick, Lou Reed, The Grateful Dead und The Kinks. Seine bedeutendste Entdeckung war Whitney Houston, die er Anfang der 1980er-Jahre in einem New Yorker Club sah und unter Vertrag nahm. Er machte sie zu einem der größten Popstars aller Zeiten.

Weitere Entdeckungen und bleibendes Vermächtnis

Später gründete Davis J Records und blieb bis ins hohe Alter eine Schlüsselfigur der Musikbranche. Auch Alicia Keys, Kelly Clarkson, Sarah McLachlan, Pink, Sean „Puffy“ Combs und The Notorious B.I.G. werden mit seinem Namen verbunden. Davis war kein Bühnenstar, aber sein Urteil entschied oft darüber, wer zum Weltstar wurde. Er galt als Symbolfigur der US-Musikindustrie: streng, ehrgeizig, brillant vernetzt – und mit einem Ruf als „Golden Ear“. Für seine Arbeit gewann er mehrere Grammys und wurde im Jahr 2000 in die Rock & Roll Hall of Fame aufgenommen, nicht als Künstler, sondern als einer der prägenden Männer des Musikgeschäfts.

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