Saxofonist Plas Johnson, Stimme des „Rosaroten Panthers“, mit 94 gestorben
Saxofonist Plas Johnson mit 94 Jahren gestorben

Der Jazzmusiker Plas Johnson, der mit seinem legendären Tenorsaxofon-Solo die Titelmelodie zu „Der rosarote Panther“ unvergesslich machte, ist tot. Wie der US-Jazzsender KKJZ berichtet, starb der Tenorsaxofonist bereits am 15. Juli im Alter von 94 Jahren in Granada Hills, einem Stadtteil von Los Angeles.

Weltruhm durch das „Pink Panther Theme“

Weltberühmt wurde Johnson durch das Tenorsaxofon-Solo in Henry Mancinis Filmmusik zu „Der rosarote Panther“ („The Pink Panther Theme“) aus dem Jahr 1963 – eine der bekanntesten Saxofon-Melodien der Filmgeschichte. Komponist Mancini hatte beim Schreiben genau diesen Musiker im Kopf. Johnsons warmer, lässiger Ton machte aus der Melodie einen Welthit. Die legendäre Aufnahme war damals schnell im Kasten. „Wir haben nur zwei Takes gemacht, glaube ich“, erinnerte sich Johnson später. Danach hätten alle applaudiert, sogar die Streicher. Sein trockener Zusatz: „Und das will etwas heißen. Die applaudieren nie für irgendetwas.“ Das Stück gewann 1965 drei Grammys. Das American Film Institute setzte Mancinis Score später auf Platz 20 seiner Liste der größten Filmmusiken.

Frühe musikalische Wurzeln

Johnson wurde am 21. Juli 1931 in Donaldsonville, Louisiana, geboren. Musik gehörte früh zu seinem Leben: Er sang mit seiner Familie, sein Vater spielte Banjo und Saxofon und kaufte seinem Sohn ein Sopransaxofon. 1950 nahm Johnson mit seinem Bruder Ray seine erste Platte auf, später tourte er mit dem Sänger und Pianisten Charles Brown. 1954 zog er nach Los Angeles und wurde dort zum gefragten Sessionmusiker.

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Vielseitiger Studiomusiker

Plas Johnson spielte Jazz, Rhythm and Blues, Rock und Filmmusik und begleitete große Stars wie Frank Sinatra, Nat King Cole, Ella Fitzgerald oder Barbra Streisand. Er war Teil einer Studio-Elite, die unzähligen Aufnahmen ihren Klang gab, oft ohne selbst im Rampenlicht zu stehen. Auch auf dem Beach-Boys-Album „Pet Sounds“ ist er zu hören. Johnson wusste, was er einer Aufnahme geben konnte. „Meine Soli schienen die Platte immer noch eine Stufe höher zu heben“, sagte er einmal. Beim „Pink Panther“ waren es nur wenige Takte. Doch sie reichen für die Ewigkeit.

Trauer um einen Gentleman

Laut dem „Guardian“ bestätigte ein Familienmitglied den Tod des Musikers in den sozialen Medien. „Mein Cousin, Herr Plas Johnson, ist verstorben“, schrieb ein Facebook-Nutzer aus Donaldsonville am 17. Juli. In dem Beitrag hieß es weiter: „Ruhe in Frieden, Cousin.“ Jazz-Pianist Billy Mitchell verabschiedete sich mit den Worten: „Wir haben nicht nur einen außergewöhnlichen Musiker verloren, sondern auch einen wahrhaft freundlichen und liebenswürdigen Gentleman. Plas Johnson wird uns sehr fehlen. Möge er in Frieden ruhen.“

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