Polen, Frankreich und Deutschland: Gemeinsamer Gastlandauftritt auf Leipziger Buchmesse 2027
Gemeinsamer Gastlandauftritt auf Leipziger Buchmesse 2027

Die Leipziger Buchmesse 2027 wird einen gemeinsamen Programmschwerpunkt von Polen, Frankreich und Deutschland präsentieren. Wie die Messe mitteilte, ist es das erste Mal in der Geschichte der Frühlingsschau der Buchbranche, dass sich drei Länder gemeinsam als Gastland präsentieren. Der Auftritt steht unter dem Titel „Beziehungsweise Europa“ und soll literarische Perspektiven aus den drei Nationen zusammenführen.

Neues Konzept löst sich von klassischem Gastlandauftritt

Das Programm löst sich bewusst vom traditionellen Gastlandkonzept und der Vorstellung einer homogenen Nationalliteratur. „Vielmehr soll zwischen den Zeilen gelesen werden, zwischen den Sprachen, zwischen allen Identitätszuschreibungen. Der gemeinsame Gastlandauftritt betont: Austausch, Solidarität und Zusammenarbeit sind wichtiger denn je“, so die Messe in ihrer Ankündigung. In den Vorjahren hatte die Buchmesse einzelne Gastländer wie Norwegen oder Österreich präsentiert; 2027 stand der Donauraum im Fokus.

Kulturinstitute der drei Länder als Träger

Getragen wird der Auftritt von den Kulturinstituten der drei Länder: dem Polnischen Institut, dem Institut français und dem Goethe-Institut. Die Buchmesse selbst findet vom 18. bis 21. März 2027 statt. Die gemeinsame Präsentation soll die literarische Vielfalt und die Vernetzung der drei Nachbarländer hervorheben. „Beziehungsweise Europa“ – hinter diesem Titel stehe die Idee, dass Europa nicht nur aus einzelnen nationalen Literaturen bestehe, sondern aus einem dynamischen Miteinander, so die Veranstalter.

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Signal für europäische Zusammenarbeit

Die Entscheidung für einen Dreiländer-Schwerpunkt ist auch ein politisches Signal. In Zeiten wachsender Spannungen in Europa setze die Messe auf Dialog und grenzüberschreitende Verständigung. Die Leipziger Buchmesse zählt zu den wichtigsten Branchentreffen im deutschsprachigen Raum und lockt jährlich Zehntausende Besucher an. Mit dem neuen Format wollen die drei Länder zeigen, dass Literatur keine nationalen Grenzen kennt und der Austausch zwischen den Kulturen essenziell für ein geeintes Europa ist.

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