Deutscher Sachbuchpreis für Konstantin Richters "Dreihundert Männer"
Sachbuchpreis für Konstantin Richter

Auszeichnung für ein Meisterwerk der Wirtschaftsgeschichte

Der renommierte Deutsche Sachbuchpreis 2026 geht in diesem Jahr an den Journalisten und Autor Konstantin Richter. Seine herausragende Arbeit mit dem Titel „Dreihundert Männer. Aufstieg und Fall der Deutschland AG“ wurde von der Jury des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels als das beste Sachbuch des Jahres prämiert. Die feierliche Verleihung fand am Abend in Hamburg statt, wo Richter die mit 25.000 Euro dotierte Trophäe entgegennahm.

In seinem Buch zeichnet Richter die faszinierende Geschichte von etwa 300 einflussreichen Persönlichkeiten nach, die das wirtschaftliche Geschehen in Deutschland über das gesamte 20. Jahrhundert hinweg maßgeblich geprägt haben. Die Jury lobte insbesondere, dass Richter das oft abstrakte Konzept der „deutschen Wirtschaft“ greifbar und verständlich mache. Er liefere damit eine wertvolle Grundlage, um aus der Vergangenheit die richtigen Lehren für die Zukunft zu ziehen. Dies sei in Zeiten wirtschaftlicher Umbrüche und globaler Herausforderungen von unschätzbarem Wert.

Ein starkes Teilnehmerfeld

Richter setzte sich in einem hochkarätig besetzten Finale gegen sieben andere nominierte Autorinnen und Autoren durch. Jeder der weiteren Nominierten erhielt ein Preisgeld in Höhe von 2.500 Euro. Die vollständige Liste der nominierten Werke umfasste:

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  • Heike Behrend: Gespräche mit einem Toten. Gustaf Nagel, Prophet vom Arendsee (Matthes & Seitz Berlin, August 2025)
  • Florence Gaub: Szenario. Die Zukunft steht auf dem Spiel (dtv, November 2025)
  • Tilmann Lahme: Thomas Mann. Ein Leben (dtv, Mai 2025)
  • Irina Scherbakowa: Der Schlüssel würde noch passen. Moskauer Erinnerungen (Droemer, November 2025)
  • Bettina Schöne-Seifert: Leben, Körper, Tod. Zwölf aktuelle Kontroversen der Medizinethik (Wallstein, Oktober 2025)
  • Roberto Simanowski: Sprachmaschinen. Eine Philosophie der künstlichen Intelligenz (C.H.Beck, Oktober 2025)
  • Ronen Steinke: Meinungsfreiheit. Wie Polizei und Justiz unser Grundrecht einschränken – und wie wir es verteidigen (Berlin Verlag, Februar 2026)

Der Weg zur Auszeichnung

Die Vorauswahl für den Deutschen Sachbuchpreis war in diesem Jahr besonders anspruchsvoll. Aus insgesamt 239 eingereichten Titeln wurden die acht Finalisten ermittelt. Die Jury legte bei ihrer Entscheidung besonderen Wert auf Werke, die nicht nur fachlich exzellent sind, sondern auch in einer allgemeinverständlichen Sprache verfasst wurden und gesellschaftlich relevante Impulse setzen. Ziel des Preises ist es, Sachbücher zu fördern, die Orientierung bieten und zum öffentlichen Diskurs beitragen.

Der Deutsche Sachbuchpreis wird seit dem Jahr 2021 jährlich von der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels verliehen. Er hat sich in kurzer Zeit zu einer der bedeutendsten Auszeichnungen im deutschsprachigen Raum für Sachliteratur entwickelt. Die Auszeichnung von Konstantin Richters Werk unterstreicht einmal mehr die Relevanz von fundierter Wirtschaftshistorik in der heutigen Zeit.

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