Das „Jugendwort des Jahres“ schafft es regelmäßig sogar bis in die „Tagesschau“. Aber welche Begriffe verbinden eigentlich jüngere Leute mit der älteren Generation? Das wollte Content-Creator Levi Penell herausfinden. Der 25-Jährige suchte auch in diesem Jahr wieder das „Boomer-Wort des Jahres“. Aus den Begriffen, die ihm Nutzer auf TikTok und Instagram vorschlagen, wählt der Berliner dann die beliebtesten aus und stellt diese zur Auswahl.
Das sind die Gewinner 2026
Nun ist das Ergebnis der Abstimmung da: Auf Platz 1 kam „Chat Tschibidi“, eine lautmalerische Verballhornung der KI-Chatbots „Chat GTP“, gefolgt von „Hope (Wal)“, und „Juno/Julei“, den altmodischen Varianten der Monate Juni und Juli. Auf den hinteren Rängen findet sich dann der „Drückeberger“, der „Sonnabend“ (statt Samstag) und „Reklame“ (neudeutsch: Werbung, mittlerweile wohl auch „Commercial Break“).
Satirische Antwort auf das Jugendwort
„Es ist eine satirische Antwort auf das Jugendwort des Jahres“, erklärte Penell zum Auftakt seiner Aktion der Deutschen Presse-Agentur. „Denn hier hatten wir lange Zeit das Gefühl, die Boomer wollen uns erklären, was die Jugendsprache ist. Und oft waren es dann Worte, die man als Jugendlicher noch gar nicht gehört hat.“
Als Boomer bezeichnen Jugendliche generell Menschen der älteren Generation. 2024 stimmte die jüngere Generation erstmals ab. Gewonnen hatte das Wort „Sportsfreund“, ein Jahr später gewann „Baujahr“ als Synonym für das Geburtsjahr. Unter den Vorschlägen waren auch schon der „Rotzlöffel“, „Mumpitz“, „Göttergatte“ oder „Rambazamba“.
Penells persönlicher Lieblingsbegriff
Und welchen Boomer-Begriff nutzt der Initiator der Aktion selbst am häufigsten? „Wenn irgendwas ganz schlimm ist, sag’ ich: ‚Das ist ja ausgemachter hanebüchener Unfug‘.“, so Penell. Übrigens: Seit Anfang Juni können auch wieder Vorschläge für das „Jugendwort des Jahres“ eingereicht werden. Im vergangenen Jahr gewann „das crazy“ den Wettbewerb, den der Verlag Langenscheidt 2008 ins Leben gerufen hat.



