Die Dreharbeiten zur Serie „Hamburg Days“ über die frühen Jahre der Beatles werden nach dem überraschenden Tod der Schauspielerin Luna Jordan fortgesetzt. Wie die Produzenten bekannt gaben, übernimmt nun die 25-jährige Lea Drinda die Rolle der Fotografin Astrid Kirchherr, die ursprünglich von Jordan gespielt werden sollte.
Neue Besetzung für Schlüsselrolle
Lea Drinda, die unter anderem in dem in Cannes prämierten Film „In die Sonne schauen“ und der Apple-TV-Serie „Where's Wanda“ mitwirkte, wird künftig die Fotografin Astrid Kirchherr verkörpern. Drinda sei eine talentierte Schauspielerin, die dem Team bereits bekannt sei, hieß es in einer Mitteilung der Produktionsfirma.
Der plötzliche Tod von Luna Jordan am 13. Mai 2026 hatte die Arbeiten an der Serie zum Erliegen gebracht. Jordan starb im Alter von 25 Jahren. „Das Team hat sich die Zeit genommen, um Raum für eine erste Verarbeitung des tragischen Verlusts zu schaffen und Abschied von der geschätzten Schauspielerin und Kollegin zu nehmen“, erklärten die Produzenten. Nun werde der Dreh des Beatles-Biopic in Hamburg fortgesetzt.
Hintergrund der Serie
Die sechsteilige Serie „Hamburg Days“ unter der Regie von Christian Schwochow („The Crown“) erzählt von den frühen Tagen der Beatles in Hamburg-St. Pauli. Die Bandmitglieder werden von einem internationalen Ensemble verkörpert: Ellis Murphy spielt Paul McCartney, Paddy Gilmore übernimmt die Rolle von Pete Best, Harvey Brett spielt George Harrison, Rhys Mannion verkörpert John Lennon und Louis Landau spielt Stuart Sutcliff.
Astrid Kirchherr, die von Lea Drinda gespielt wird, hatte die Beatles 1960 in Hamburg fotografiert. Einige ihrer Bilder wurden später weltbekannt. Auch die berühmten Pilzkopffrisuren der Beatles sollen auf sie zurückgehen: Kirchherr soll eine solche Frisur zunächst ihrem Freund geschnitten haben, was dann auch die Bandmitglieder inspirierte.
Würdigung von Luna Jordan
Luna Jordan war bekannt für ihre Rollen in Filmen und Serien, in denen sie oft junge Frauen im Kampf gegen Konformität und männliche Übergriffe darstellte. Ihr Spiel galt als unerbittlich. Auf einer Preisverleihung sprach sie offen über Missbrauch in der Filmbranche. Der SPIEGEL widmete ihr einen Nachruf, in dem ihr Talent und ihr Mut gewürdigt wurden.
Die Produzenten betonten, dass die Fortsetzung der Dreharbeiten auch eine Hommage an Luna Jordan sei. „Ihr Andenken wird in der Serie weiterleben“, hieß es in der Mitteilung.



