Beben in der TV-Branche: König Charles holt sich „Let’s Dance“ zurück
Köln – Ein Paukenschlag erschüttert die deutsche Fernsehlandschaft: Die erfolgreichste Tanzshow des Landes, „Let’s Dance“, steht vor einem grundlegenden Wandel. Wie die BILD erfuhr, wird die Lizenz des Formats im Jahr 2028 zurück zur BBC nach England wechseln. Damit endet für die Macher der Show eine Ära, die 2006 begann.
Das internationale Originalformat trägt den Namen „Strictly Come Dancing“. Die Rechte daran liegen bei der BBC, während BBC Studios das Konzept weltweit vermarktet. In Deutschland wurde „Let’s Dance“ seit der ersten Sendung im Jahr 2006 von der Produktionsfirma Seapoint Productions in Lizenz produziert. Künftig wird die BBC die deutsche Ausgabe jedoch in Eigenregie herstellen.
König Charles als Fan des Originals
Besondere Aufmerksamkeit erregt die Nachricht in der TV-Branche, da König Charles III. (77) als großer Anhänger von „Strictly Come Dancing“ bekannt ist. Damit kehrt die Show, die das deutsche Publikum als „Let’s Dance“ liebt, sozusagen in die Heimat des britischen Originals zurück. Für Seapoint Productions bedeutet dieser Schritt das Ende eines langen und erfolgreichen Kapitels. Die Firma hat die deutsche Version der Tanzshow über viele Jahre hinweg maßgeblich geprägt.
Seapoint-Chefin äußert sich stolz und dankbar
Nina Klink (48), Geschäftsführerin von Seapoint, blickt trotz des Verlustes der Lizenz mit großer Zufriedenheit auf die vergangenen Jahre zurück. Gegenüber der BILD erklärte sie: „Wenn man ein internationales Lizenzformat produziert, gehört es zum Geschäft, dass diese Lizenz zurückgeführt werden kann, sobald ein eigener Produzent vor Ort etabliert ist.“ Sie fügte hinzu: „Umso mehr erfüllt es uns mit Dankbarkeit und großem Stolz, dass wir ‚Let’s Dance‘ trotzdem über so viele Jahre produziert haben.“
20-jähriges Jubiläum steht bevor
Ganz ohne Wehmut geht der Abschied jedoch nicht vonstatten. Klink spricht davon, den „Staffelstab“ mit großem Stolz zu übergeben. Gleichzeitig möchte sich Seapoint künftig neuen Ideen, Formaten und Projekten widmen. Zunächst richtet sich der Blick jedoch auf das große Jubiläum: Im kommenden Jahr feiert „Let’s Dance“ sein 20-jähriges Bestehen.
Keine Änderungen für Zuschauer und Jury
Für die Zuschauer gibt es trotz des Lizenzwechsels eine wichtige Entwarnung: An der Zusammensetzung der Jury wird sich nach aktuellem Stand nichts ändern. Die Juroren Joachim Llambi (61), Motsi Mabuse (45) und Jorge González (58) haben ebenso wie die Moderatoren Victoria Swarovski (32) und Daniel Hartwich (47) direkte Verträge mit RTL. Diese bleiben von der Lizenzrückgabe unberührt, sodass die gewohnte Besetzung auch nach 2028 erhalten bleibt.



