Rundflug-Drama am Lago Maggiore: Schweizer Pilot tot, Deutsche verletzt
Rundflug-Drama: Schweizer Pilot tot – Deutsche verletzt

Ein tragisches Unglück erschüttert die Urlaubsregion am Lago Maggiore in Italien: Ein Rundflug mit einem Helikopter endete am Freitag tödlich. Ein 72-jähriger Schweizer Pilot kam ums Leben, drei deutsche Touristen wurden verletzt und in Krankenhäuser gebracht.

Helikopter stürzt kurz nach dem Start ab

Nach Angaben der Behörden war der Helikopter von einer Villa an der Mündung des Flusses Erno gestartet. Der Flug wurde als touristischer Service angeboten, den der Villenbesitzer selbst durchführte. Bei dem Verstorbenen handelt es sich um A. B., einen Schweizer Unternehmer und Jazzmusiker, der in Mailand lebte. Er steuerte den Helikopter selbst und war Eigentümer des Luftfahrzeugs, das er für Rundflüge mit Gästen seiner Unterkunft einsetzte.

Ersten Erkenntnissen zufolge verlor der Helikopter nur wenige Augenblicke nach dem Abheben an Höhe, geriet ins Trudeln und stürzte nach wenigen hundert Metern ab. Augenzeugen berichteten, das Luftfahrzeug habe zunächst Bäume gestreift, bevor es im Bereich nahe eines Campingplatzes zu Boden ging.

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Deutsche Touristen verletzt – außer Lebensgefahr

Die drei deutschen Touristen an Bord erlitten Verletzungen. Zwei von ihnen, ein 58-Jähriger und eine 57-jährige Frau, wurden per Rettungshubschrauber nach Novara geflogen, ein 24-Jähriger per Ambulanz nach Borgomanero. Nach ersten Angaben sind alle drei außer Lebensgefahr. Über ihre genaue Herkunft in Deutschland gab es keine Angaben. Die italienische Luftfahrtbehörde leitete eine Untersuchung an, das Wrack wurde beschlagnahmt.

Bürgermeister bestätigt Ablauf des Unglücks

Der Bürgermeister von Lesa, Luca Bona, bestätigte vor Ort den Ablauf des Unglücks. Demnach habe der Helikopter unmittelbar nach dem Start eine unkontrollierte Drehbewegung ausgeführt und sei anschließend abgestürzt. Der Pilot sei in der Region gut bekannt gewesen; in seiner Villa hätten regelmäßig kulturelle Veranstaltungen stattgefunden.

Jazzmusiker und Bürgermeister trauern

Der 72-jährige Pilot war auch musikalisch aktiv: Er trat in der „Blue Sound Band“ auf, einer Formation von Musikern, die sich dem Jazz der amerikanischen 1930er- bis 1950er-Jahre verschrieben hat – geprägt von Swing, Blues, Boogie-Woogie und Balladen. Zeugen schilderten, der Helikopter habe zunächst einige hundert Meter zurückgelegt, dann eine Drehbewegung ausgeführt, sei umgekehrt und schließlich abgestürzt. „Wir kannten A. B. gut. In seiner Villa finden auch Konzerte des Stresa Festivals statt. Wir sind sehr betroffen über das, was passiert ist“, sagte der Bürgermeister.

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