Steven Spielberg hat mal wieder – so viel darf an dieser Stelle über das unter hoher Geheimhaltung entwickelte neueste Projekt des Altmeisters verraten werden – einen Film über Außerirdische gedreht. Der Titel: „Disclosure Day“, im Deutschen „Tag der Wahrheit“. Der Film verspricht eine Reise ins Ungewisse, doch die Rezension von Claudia Reinhard im Tagesspiegel zeigt: Die Hoffnung auf Erlösung ist nach zweieinhalb Stunden groß, aber das Staunen wird den Zuschauern regelrecht ausgetrieben.
Ein Meister des Kinos kehrt zurück
Steven Spielberg, der Regisseur von Klassikern wie „E.T. – Der Außerirdische“ und „Unheimliche Begegnung der dritten Art“, wagt sich erneut an das Thema Alien-Invasion. „Disclosure Day“ wurde unter strengster Geheimhaltung entwickelt, was die Erwartungen der Fans zusätzlich anheizte. Doch die Kritik von Claudia Reinhard fällt gemischt aus: Der Film sei zwar visuell beeindruckend, aber die emotionale Tiefe und das Wunder, das Spielbergs frühere Werke auszeichnete, fehlten.
Die Handlung im Überblick
Ohne zu viel zu verraten: Die Erde steht vor einer außerirdischen Bedrohung, und die Menschheit muss sich der Wahrheit stellen. Der „Tag der Wahrheit“ soll Klarheit bringen, doch die Erzählung verliert sich in Längen. Nach zweieinhalb Stunden fragt man sich, ob die Erlösung wirklich kommt. Reinhard bemängelt, dass Spielberg das Staunen durch überladene Effekte und eine vorhersehbare Handlung ersticke.
Ein Vergleich mit früheren Werken
Anders als bei „E.T.“, wo die Begegnung mit dem Außerirdischen von Zärtlichkeit und Neugier geprägt war, wirkt „Disclosure Day“ kalt und berechnend. Die Figuren bleiben blass, die Dialoge hölzern. Der Film versucht, aktuelle Ängste vor globalen Krisen aufzugreifen, scheitert aber daran, eine echte Verbindung zum Publikum herzustellen.
Fazit der Kritikerin
Claudia Reinhard schreibt: „Spielbergs neuester Streich ist ein technisches Meisterwerk, aber kein Herzensprojekt. Die Hoffnung auf Erlösung ist groß, doch das Staunen bleibt auf der Strecke.“ Wer auf eine tiefgründige Alien-Geschichte hofft, wird enttäuscht. „Disclosure Day“ ist ein Film für Fans von Spektakel, aber nicht für jene, die das Besondere suchen.
Zusätzliche Details zum Filmstart
Der Film startet in den deutschen Kinos am 15. November 2024. Die Laufzeit beträgt 150 Minuten. Produziert wurde der Film von Universal Studios in Zusammenarbeit mit Spielbergs Amblin Entertainment. Die Hauptrollen spielen Emily Blunt und Oscar Isaac, die jedoch laut Kritik nicht ihr volles Potenzial entfalten können.
Insgesamt bleibt der Eindruck: „Disclosure Day“ ist ein weiterer Alien-Film, der die hohen Erwartungen an einen Spielberg nicht erfüllt. Das Staunen, das der Regisseur einst so meisterhaft hervorrief, wird hier durch Effekte und eine überfrachtete Handlung vertrieben.



