Die Klassik Stiftung Weimar kann sich über eine bedeutende Schenkung freuen: Aus dem Nachlass des Malers und Grafikers Alexander Olbricht (1876-1942) erhält sie 540 Kunstwerke. Darunter befinden sich Grafiken, Fotografien und weitere Arbeiten des Künstlers, der einst in Weimar wirkte und dort lehrte.
Hintergrund der Schenkung
Die Schenkung erfolgt durch die Erben Olbrichts, wie die Stiftung mitteilte. Anlass ist der 150. Geburtstag des Künstlers am 6. Juni. Olbricht kam 1899 nach Weimar, um Kunst zu studieren. Später lehrte er an der Hochschule für bildende Kunst, die parallel zum Bauhaus in Weimar arbeitete. Die Nationalsozialisten zwangen ihn 1935, seine Professur aufzugeben und die Hochschule zu verlassen. Bis zu seinem Tod lebte er in Weimar.
Olbrichts künstlerisches Schaffen
Laut Stiftung konzentrierte sich Olbricht auf Zeichnung, Druckgrafik mit Radierung, Lithographie und Holzschnitt. Er bevorzugte kleinformatige, zart kolorierte Arbeiten. Seine Motive fand er in den Dörfern um Weimar sowie in den Landschaften Mecklenburgs oder Schlesiens. Er gilt als Jugendstilkünstler.
Bereits seit 2004 haben die Erben der Klassik Stiftung insgesamt rund 12.000 Werke aus dem Nachlass als Schenkung, Dauerleihgaben oder zum Ankauf angeboten. Die aktuelle Schenkung erweitert diesen Bestand nun um weitere 540 Kunstwerke.



