Bülent Ceylan in Mozart-Oper: Staatsoper feiert 283 Jahre Musikgeschichte
Bülent Ceylan in Mozart-Oper: Staatsoper feiert 283 Jahre

Am 8. Juli wird die Staatsoper Unter den Linden zur BILD-Bühne: Ab 19 Uhr überträgt BILD exklusiv und live Mozarts „Die Entführung aus dem Serail“ – mit Comedy-Star Bülent Ceylan (50) in der Sprechrolle des Bassa Selim. Dies markiert einen neuen Höhepunkt in dem traditionsreichen Opernhaus, das seit 283 Jahren Musikgeschichte schreibt.

Die Staatsoper Unter den Linden: Ein Haus mit Geschichte

Die Staatsoper Unter den Linden wurde 1742 eröffnet und zählt zu den weltweit renommiertesten Spielstätten. König Friedrich II. von Preußen (1712–1786) ordnete den Bau der damaligen Königlichen Hofoper an, um Berlin zur europäischen Kulturmetropole zu machen. Bereits am 7. Dezember 1742 wurde das Haus mit der Oper „Cleopatra e Cesare“ von Carl Heinrich Graun (1704–1759) eröffnet. Seitdem hat die Staatsoper zahlreiche Krisen überstanden: Nach einem Brand 1843 wurde sie bereits ein Jahr später wieder aufgebaut. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude zweimal (1941 und 1945) zerstört und jeweils anschließend wiedererrichtet.

Große Namen prägten die Staatsoper

Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Hofoper zu einem der bedeutendsten Opernhäuser Europas. Dirigenten und Komponisten wie Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847), Giacomo Meyerbeer (1791–1864) und Richard Strauss (1864–1949) prägten das Haus. Auch die bis heute enge Verbindung zu den Werken von Richard Wagner (1813–1883) entstand in dieser Zeit. 1919 erhielt das Opernhaus seinen heutigen Namen: Staatsoper Unter den Linden. In der Weimarer Republik sorgten zahlreiche Ur- und Erstaufführungen für einen künstlerischen Aufschwung. Während der NS-Zeit wurden viele jüdische Künstler entlassen oder zur Flucht ins Exil gezwungen.

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Daniel Barenboim sorgte für neue Strahlkraft

Nach dem Mauerbau musste sich die Staatsoper erneut neu aufstellen. Internationale Strahlkraft gewann sie später vor allem unter Generalmusikdirektor Daniel Barenboim (83), der das Haus von 1992 bis 2023 prägte. Seit der Spielzeit 2024/25 stehen Intendantin Elisabeth Sobotka (60) und Generalmusikdirektor Christian Thielemann (64) an der Spitze der Staatsoper.

Tradition trifft auf Gegenwart

Zu den bedeutendsten Premieren der Staatsoper gehören Carl Maria von Webers „Der Freischütz“, Alban Bergs „Wozzeck“ und Igor Strawinskys „Oedipus Rex“. Auch heute setzt das Haus auf eine Mischung aus Klassik und neuen Werken. Nach einer siebenjährigen Generalsanierung kehrte die Staatsoper 2017 in ihr Stammhaus Unter den Linden zurück. Der große Saal bietet heute 1356 Besuchern Platz. 247.000 Besucher kamen 2025 in die Staatsoper. In der Spielzeit 2025/26 stehen etwa 280 Vorstellungen und fünf große Opernpremieren auf dem Programm – darunter auch Mozarts „Die Entführung aus dem Serail“, die BILD am 8. Juli exklusiv und live überträgt.

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