Frankreich hat das Achtelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 gegen Paraguay mit 1:0 gewonnen und trifft im Viertelfinale auf Marokko. Die Entscheidung fiel in der 70. Minute durch einen Elfmeter von Kapitän Kylian Mbappé, der damit sein siebtes Turniertor und das 19. WM-Tor seiner Karriere erzielte. Damit liegt Mbappé nur noch einen Treffer hinter WM-Rekordtorschütze Lionel Messi.
Harte Gangart der Paraguayos
Paraguay, das zuvor Deutschland besiegt hatte, setzte auf eine extrem körperbetonte Spielweise. In der 39. Minute schlug Paraguays Galarza Mbappé außerhalb des Ballgeschehens mit der Faust auf den Oberkörper, blieb jedoch ohne Kartenstrafe – auch der VAR griff nicht ein. In der Schlussphase bekam Bayern-Star Dayot Upamecano einen Ellbogenschlag von Paraguays Avalos in den Bauch, ebenfalls ohne Sanktion. Diese Szenen sorgten für Unmut bei den Franzosen, die sich wiederholt über die Härte der Gegner beschwerten.
Spielverlauf und entscheidende Szene
Frankreich dominierte das Spiel, tat sich aber lange gegen das Abwehrbollwerk Paraguays schwer. Chancen ergaben sich vor allem aus der Distanz durch Koné (22., 55.), Rabiot (33., 49.) und Mbappé (64.). Ein abgefälschter Schuss von Dembelé verfehlte das Tor knapp (38.). Nach der Pause hatte Mbappé die Möglichkeit zum Führungstreffer, vergab aber nach einem technischen Fehler (51.).
Der entscheidende Moment kam in der 66. Minute: Joker Doué legte ein Solo hin, ließ drei Gegner aussteigen und wurde im Strafraum von Gomez zu Fall gebracht. Schiedsrichter Ilgiz Tantashev ließ zunächst weiterlaufen, erst nach VAR-Hinweis gab es Elfmeter. Mbappé verwandelte sicher unten rechts, während Paraguays Torwart Gil in die andere Ecke tauchte.
Historische Parallele und Ausblick
Bereits bei der Heim-WM 1998 gewann Frankreich im Achtelfinale gegen Paraguay mit 1:0 und holte anschließend den Titel. Nun trifft das Team von Trainer Didier Deschamps im Viertelfinale am 9. Juli in Boston auf Marokko – eine Neuauflage des WM-Halbfinals von 2022, das Frankreich 2:0 gewann.
Frankreich zeigte sich defensiv stabil, anders als die deutsche Mannschaft im Sechzehntelfinale, und ließ kaum Torchancen zu. Die Offensive um Mbappé, Olise und Weltfußballer Dembelé war trotz der harten Gegenwehr letztlich effektiv. „Wir haben gewonnen, das ist das Wichtigste“, sagte Mbappé nach dem Spiel. „Aber solche Fouls gehören nicht zum Fußball. Wir hoffen, dass der Schiedsrichter im nächsten Spiel besser aufpasst.“



