Am Dienstagabend um 21 Uhr wird Danger Dan im Berliner Columbiatheater auftreten. Der Rapper und Sänger reagiert damit auf seine kurzfristige Ausladung aus der ZDF-Satiresendung „Die Anstalt“. Die Show trägt den Titel „DIE KEINE ANGSTALT“ und wird als „musikalische und politische Ersatzveranstaltung“ beworben.
Hintergrund: Streit um Antifa-Song
Ursprünglich war Danger Dan für die Aufzeichnung der Sendung in München gebucht, die am Dienstagabend um 22.15 Uhr im ZDF ausgestrahlt wird. Gemeinsam mit dem Pianisten Igor Levit sollte er seinen Antifa-Song „Keine Angst“ präsentieren. Doch der Sender lud die Künstler kurz vor dem Auftritt aus. Zur Begründung hieß es, der Liedtext könne als Anleitung zum politischen Extremismus und als Propagierung von Selbstjustiz verstanden werden.
Die Macher der Satiresendung kritisierten die Entscheidung des ZDF scharf. Moderator Claus von Wagner erklärte: „Wir verstehen, dass man über den Song geteilter Meinung sein kann, aber wir empfinden die Entscheidung des ZDF in einer Zeit, in der rechtsextreme Gewalt in der Geschichte der Bundesrepublik mal wieder einen Höchststand erreicht hat, einfach als mutlos.“
Spontankonzert im Columbiatheater
Der Auftritt am Dienstagabend ist eine direkte Reaktion auf diesen Eklat. Tickets für die Veranstaltung wurden ab Montag 16 Uhr exklusiv über den Danger Dan Shop angeboten. Der gesamte Gewinn des Abends geht an die Opferperspektive, die zentrale Anlaufstelle in Brandenburg für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt. Wer keine Karte ergattern konnte, hat die Möglichkeit, den Auftritt per Livestream auf den Youtube-Kanälen von Danger Dan und Igor Levit zu verfolgen.
Bedeutung der Aktion
Der Vorfall zeigt die anhaltende Debatte über die Grenzen der Kunstfreiheit und den Umgang mit politischen Botschaften in den Medien. Danger Dan, bekannt für seine klaren Ansagen gegen Rechtsextremismus, nutzt die Gelegenheit, um seine Botschaft direkt an sein Publikum zu bringen. Die schnelle Organisation des Ersatzkonzerts unterstreicht die hohe Nachfrage nach solchen Inhalten in der aktuellen politischen Lage.



