Das Museumshaus „Im Güldenen Arm“ in Potsdam feiert einen Doppelgeburtstag: Zum 120. Geburtstag des Potsdamer Künstlers Paul August und zum 60. Geburtstag seiner Enkelin Julia Theek präsentiert es die Ausstellung „180 Grad“. Noch bis zum 26. Juli sind Stadtansichten aus einem Jahrhundert zu sehen – von den Nachkriegsruinen und dem Wiederaufbau Potsdams bis zu heutigen Blicken auf den Alten Markt und andere prägende Orte der Stadt.
Zwei Künstler, zwei Techniken
Gezeigt werden Holzschnitte und Aquarelle von Paul August sowie Schablonenarbeiten von Julia Theek. Paul August, 1906 in Ostpreußen geboren, kam 1928 nach Potsdam und blieb der Stadt zeitlebens verbunden. Er dokumentierte die Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs ebenso wie den Wiederaufbau. Als Kunstpädagoge an der Landesmalschule prägte er Generationen von Studierenden.
Julia Theek, 1966 in Potsdam geboren, wurde früh von ihrem Großvater an klassische Kunsttechniken herangeführt. Nach dem Studium der Ästhetik und Kunstgeschichte arbeitete sie als Kuratorin, Autorin und Projektleiterin zahlreicher Kulturprojekte, unter anderem leitete sie die Potsdamer Schlössernacht.
Stadt als Lebensraum und Erinnerungsort
Während Paul August seine Stadtansichten in Holzschnitten und Aquarellen festhielt, arbeitet Theek mit Schablonen- und Sprühtechniken. Beide eint ein Interesse an der Stadt als Lebensraum und Erinnerungsort. Die Ausstellung ist von Mittwoch bis Sonntag jeweils von 12 bis 18 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei. Weitere Informationen zu Ausstellungen in Potsdam finden Sie auf der Startseite.



