Im Fall von Christian Ulmen und Collien Fernandes sorgt ein neuer Bericht für Aufsehen. Wie die Wochenzeitung Die Zeit berichtet, führte die Redaktion Ende März auf Mallorca ein rund fünfstündiges Gespräch mit dem Schauspieler, das jedoch nie veröffentlicht wurde.
Hintergründe des gescheiterten Interviews
Unter der Überschrift „Herr Ulmen möchte nun doch nicht“ schildert die Zeit einen ungewöhnlichen Vorgang. Demnach traf die Redaktion Ulmen auf Mallorca, wo er lebt, gemeinsam mit seinem Anwalt Christian Schertz. Neben dem Gespräch mit Ulmen gab es ein zweieinhalbstündiges Gespräch mit Schertz. Grund für die Nichtveröffentlichung war eine vereinbarte Autorisierungsklausel: Zitate mussten vorab freigegeben werden. Nach wochenlangen Auseinandersetzungen über Formulierungen zogen Ulmen und Schertz alle Zitate zurück, wie die Zeit auf Instagram erklärte.
Vorwürfe gegen Ulmen
Seit März beschäftigt der Fall die Öffentlichkeit. Collien Fernandes wirft ihrem Ex-Partner vor, mutmaßlich Fake-Profile im Internet erstellt und pornografische Inhalte verbreitet zu haben, die den Eindruck erweckten, sie sei darauf zu sehen. Die Vorwürfe wurden erstmals im Spiegel öffentlich und lösten eine Debatte über Identitätsdiebstahl und digitale Gewalt aus. Ende Mai bestätigte die Staatsanwaltschaft Potsdam ein Ermittlungsverfahren gegen Ulmen wegen des Verdachts der Körperverletzung im Rahmen häuslicher Gewalt. Dabei geht es um Vorfälle in den Jahren 2022 und 2023 in Spanien. Die Vorwürfe digitaler Gewalt werden noch geprüft. Für Ulmen gilt die Unschuldsvermutung.
Das gescheiterte Interview zeigt, wie schwierig es ist, in diesem Fall eine Einigung über die Darstellung der Ereignisse zu erzielen. Die Zeit bedauert, dass die Antworten Ulmens nicht dokumentiert werden dürfen. Der Fall bleibt weiterhin Gegenstand intensiver öffentlicher Diskussion.



