Neues Theater Halle wird zum Streikzentrum am Frauentag
Neues Theater Halle wird zum Streikzentrum am Frauentag

Am 9. März 2026, dem Tag nach dem Internationalen Frauentag, verwandelt sich das Neue Theater Halle in ein Streikzentrum. Unter dem Motto „Enough!“ sind Frauen eingeladen, ihre Arbeit niederzulegen und im Theater zusammenzukommen. Die Aktion knüpft an die antike Komödie „Lysistrata“ von Aristophanes an, in der Frauen durch Enthaltsamkeit den Frieden erzwingen.

Dramaturgin Sandra Bringer erklärt, dass der Streiktag bewusst auf den Montag nach dem Frauentag gelegt wurde, da der 8. März 2026 ein Sonntag ist. Das Theater biete einen fiktionalen Raum für gesellschaftliche Diskurse. Statt eines klassischen Streiks, der kaum wahrnehmbar wäre, öffne das Haus seine Türen für partizipative Aktionen: Spiele, Puzzle, Bücher und kreatives Arbeiten stehen bereit. Auch eine szenische Lesung von „Lysistrata“ in verteilten Rollen ist geplant.

Die künstlerische Leiterin Mille Maria Dalsgaard betont, dass das Neue Theater seit längerem Frauenrollen neu interpretiert. Beispielsweise wurde bei der aktuellen Inszenierung von „Woyzeck“ die Rolle der Marie in den Fokus gerückt. Im Mai steht die Premiere von „Lungenschwimmprobe“ an, einem feministischen Stück über eine Frau, deren Stimme 1691 vor Gericht nicht gehört wurde.

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Die Aktion „Enough!“ soll Frauen ihre Selbstwirksamkeit bewusst machen. Dalsgaard hofft auf viele Besucherinnen im Werkraum des Theaters, um ein Zeichen für Gleichberechtigung zu setzen. Das Theater versteht sich als Ort, an dem gesellschaftliche und politische Diskurse nicht nur künstlerisch geführt werden können.

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