Die Galerie Barbara Wien in Berlin präsentiert eine umfassende Ausstellung der Künstlerin Ingrid Wiener, deren Werk eng mit den Netzwerken aus Kunst, Literatur und Gastronomie verwoben ist. Die Schau mit dem Titel „Eine verwobene Biografie“ zeigt Arbeiten aus verschiedenen Schaffensperioden und beleuchtet Wiener’s einzigartige Position im Kunstbetrieb.
Vielschichtiges Werk einer Grenzgängerin
Ingrid Wiener, geboren 1942 in Wien, ist bekannt für ihre textilen Arbeiten, Objekte und Installationen, die oft Alltagsgegenstände wie Schneidebretter oder Tischtücher einbeziehen. Ein zentrales Exponat ist das „Schneidebrett mit Fisch und Frosch“ aus dem Jahr 2025, das die Verbindung von Kunst und Kulinarik symbolisiert. Die Ausstellung umfasst rund 40 Werke, darunter auch frühe Zeichnungen und Collagen.
Kunst trifft Gastronomie
Wiener betrieb in den 1970er Jahren gemeinsam mit ihrem Mann, dem Künstler Dieter Roth, das legendäre Restaurant „Wiener & Roth“ in Berlin. Ihre künstlerische Praxis ist geprägt von dieser Erfahrung: Sie integriert Kochutensilien und Lebensmittel in ihre Werke. „Essen ist für mich ein zentrales Thema, es verbindet Menschen und Kulturen“, sagt die Künstlerin im Ausstellungskatalog.
Einflussreiche Netzwerke
Die Ausstellung zeigt auch Dokumente und Fotografien, die Wiener’s enge Verbindungen zur Literaturszene belegen, etwa zu Schriftstellern wie Elfriede Jelinek und Peter Handke. Die Galerie Barbara Wien betont: „Ingrid Wiener ist eine Künstlerin, die Grenzen überschreitet und Medien wie Textil, Zeichnung und Objektkunst miteinander verschmelzen lässt.“ Die Schau ist noch bis zum 31. August 2026 zu sehen.



