Erstes Luchs-Baby seit 250 Jahren im Schwarzwald geboren
Erstes Luchs-Baby seit 250 Jahren im Schwarzwald

Im Schwarzwald wurde eine kleine Sensation entdeckt: Ein wildes Luchs-Baby, das erste seit mehr als 250 Jahren in dieser Region. Das Jungtier, kaum größer als eine Hauskatze, wurde von Fachleuten der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) in den Wäldern über dem Murgtal (Kreis Rastatt) gefunden und untersucht.

Vaterschaftstest geplant

Die Experten entnahmen genetische Proben, um mittels DNA-Analyse den Vater des kleinen Luchses zu identifizieren. Die Mutter, ein Luchsweibchen namens „Elisabeth“, war erst im September 2025 im Nordschwarzwald ausgewildert worden. Die Signale ihres Sendehalsbandes führten die Wissenschaftler zu ihrem Versteck, wo sie das Jungtier entdeckten.

Gesund und gut entwickelt

Die veröffentlichten Fotos zeigen den kleinen Luchs während der Untersuchung. Bereits deutlich zu erkennen sind die für die Art typischen schwarzen Ohrpinsel. Laut den Experten ist das Tier gesund und entwickelt sich gut. Der letzte Luchs in Baden-Württemberg wurde 1846 auf der Schwäbischen Alb geschossen; im Schwarzwald wurde das letzte Exemplar laut Wildtier-Experte Martin Hauser im Jahr 1770 erlegt.

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Erfolg für Auswilderungsprojekt

Seit Dezember 2023 werden im Schwarzwald gezielt Luchse ausgewildert, um eine stabile Population in freier Wildbahn zu schaffen. Aktuell sind nach Angaben des Ministeriums mindestens elf der seltenen Raubkatzen in Baden-Württemberg bekannt. Die zuständige Landwirtschaftsministerin Marion Gentges (CDU) bezeichnete den Nachweis des wilden Luchs-Babys als großen Erfolg für das Auswilderungsprojekt. Die Frage, ob das Luchs-Baby ein Mädchen oder ein Junge ist, konnte am Montagmittag weder das Ministerium noch die FVA beantworten.

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