IS-Schreckensherrschaft: „To My Sisters“ – Mutige Frauen im Fokus
IS-Schreckensherrschaft: „To My Sisters“

Die Doku „To My Sisters“ rückt die Erfahrungen von Frauen in den Mittelpunkt, die unter der Herrschaft des Islamischen Staats (IS) gelitten haben. Der Film zeigt, wie sie nicht nur Gewalt und Unterdrückung erlebten, sondern auch nach der Befreiung mit Stigmatisierung und Ausgrenzung kämpfen.

Ein Blick hinter die Schleier des Terrors

Regisseurin Carolin Philipps hat für ihren Film mit Überlebenden gesprochen, die aus verschiedenen Regionen des ehemaligen IS-Kalifats stammen. Sie berichten von Zwangsverheiratung, sexueller Sklaverei und der systematischen Zerstörung ihrer Lebensgrundlagen. Eine der Protagonistinnen sagt: „Wir wurden wie Ware behandelt, unserer Würde beraubt.“

Nach der Befreiung: Neue Herausforderungen

Viele der Frauen kehrten in ihre Heimatländer zurück, nur um dort auf Ablehnung zu stoßen. In konservativen Gesellschaften gelten sie oft als „befleckt“ und werden von ihren Familien verstoßen. Die Doku zeigt, wie sie in Camps im Nordirak oder in Syrien ums Überleben kämpfen. „Die Gesellschaft sieht uns als Schande, obwohl wir die Opfer sind“, erklärt eine weitere Überlebende.

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Laut UN-Angaben wurden allein im Jahr 2014 mehr als 6.800 Jesidinnen verschleppt und versklavt. Viele sind bis heute traumatisiert. Der Film dokumentiert auch die Arbeit von Hilfsorganisationen, die psychosoziale Unterstützung leisten.

Ein Appell an die Weltgemeinschaft

„To My Sisters“ ist nicht nur ein Zeugnis des Leidens, sondern auch ein Aufruf zum Handeln. Philipps betont: „Diese Frauen brauchen nicht nur Mitleid, sondern konkrete Hilfe – Bildung, Arbeitsplätze und eine Chance auf Wiedergutmachung.“ Der Film läuft aktuell auf internationalen Festivals und soll das Bewusstsein für die anhaltende Krise schärfen.

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