Eine monumentale Skulptur des südafrikanischen Künstlers William Kentridge wird bald das Leipziger Dreieck in Potsdam zieren. Das Kunsthaus Minsk hat nun den genauen Termin für die Installation des Werks mit dem Titel „Apron“ (Schürze) bekannt gegeben. Demnach wird die fast eine Tonne schwere Skulptur am 23. Juni auf dem Brauhausberg aufgestellt. Die feierliche Eröffnung ist für den 26. Juni geplant.
Ein Megafon als Kopf: Die Besonderheit von „Apron“
Die Skulptur entstammt Kentridges Serie „Glyphen“ (Schriftzeichen), in der häufig alltägliche Objekte vorkommen. Bei „Apron“ handelt es sich um eine Figur, die anstelle eines Kopfes ein Megafon trägt. Vor den klobigen Beinen hängt eine Schürze, die dem Werk seinen Namen gibt. Die ausladende Bewegung erinnert an Wolfgang Mattheuers „Jahrhundertschritt“, der im Hof des Museums Barberini steht.
Künstler von Weltrang
William Kentridge, 1955 in Johannesburg geboren, gilt als einer der bedeutendsten zeitgenössischen Künstler. Er wurde zunächst als Zeichner bekannt, schuf aber auch Animationsfilme und arbeitete für die Bühne. Seine Werke thematisieren oft Gerechtigkeit und Wiedergutmachung, wie Anna Schneider, Direktorin des Kunsthauses Minsk, im Kulturausschuss betonte: „Wir freuen uns, dass wir diese große, bedeutende Skulptur in Potsdam haben können. Es geht Kentridge um Themen wie Gerechtigkeit und Wiedergutmachung. Diese Themen treiben uns am Minsk auch um.“
Verbinden von Kunst und Stadtansicht
Die Skulptur wird als Dauerleihgabe auf unbestimmte Zeit in Potsdam bleiben. Sie soll die Sicht vom Brauhausberg auf die Stadt betonen, wie Anna Schneider weiter erläuterte: „Die Idee ist, dass man hochgeleitet werden soll zum Minsk.“ Auf der Terrasse des Kunsthauses steht bereits eine Skulptur von Wolfgang Mattheuer, die in Richtung Museum Barberini blickt. „Apron“ wird künftig als Brücke zwischen diesen beiden Kunstwerken fungieren.



