Das „KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst“ in Neukölln feiert sein zehnjähriges Bestehen. Seit 2020 leitet Kathrin Becker die Einrichtung, die in einer ehemaligen Brauerei untergebracht ist. „Wir wollen kein Alien im Kiez sein“, betont Becker im Gespräch mit der Bezirksreporterin Miriam Schaptke. Der Kulturort zeichne sich durch seine besondere Geschichte und seine Integration in das Viertel aus.
Ein Ort mit industriellem Charme
Das KINDL befindet sich in den historischen Hallen der ehemaligen Kindl-Brauerei. Noch heute sind die sechs großen Sudkessel sichtbar, die an die industrielle Vergangenheit erinnern. „Diese Atmosphäre ist einzigartig und inspiriert viele Künstler“, erklärt Becker. Die Verbindung von Industriekultur und zeitgenössischer Kunst mache den Ort besonders.
Herausforderungen und Zukunft
Trotz des Erfolgs steht das Zentrum vor Herausforderungen. Die Finanzierung sei nicht immer gesichert, und die Vermittlung von Kunst an ein breites Publikum erfordere kontinuierliche Arbeit. „Wir möchten, dass sich die Menschen im Kiez mit dem Ort identifizieren“, so Becker. Dazu gehören niedrigschwellige Angebote und Kooperationen mit lokalen Initiativen.
Das KINDL hat sich in den vergangenen zehn Jahren als fester Bestandteil der Neuköllner Kulturlandschaft etabliert. Mit jährlich rund 50.000 Besuchern und über 30 Ausstellungen pro Jahr zieht es Kunstinteressierte aus ganz Berlin an. „Wir sind stolz darauf, ein Ort der Begegnung zu sein“, fasst Becker zusammen.



