Madonna, Angine de Poitrine, JJerome87, Sienna Spiro: Die Alben der Woche im Soundcheck
Madonna, Angine de Poitrine, JJerome87, Sienna Spiro: Alben der Woche

Madonna: Rückkehr zu den Dancefloor-Wurzeln

Fast zwanzig Jahre nach ihrem Meilenstein „Confessions on a Dance Floor“ präsentiert Madonna mit „Confessions II“ eine Fortsetzung, die erneut mit Produzent Stuart Price entstanden ist. Der Sound bewegt sich zwischen House und Disco und verzichtet bewusst auf zukunftsorientierte Klänge. Stattdessen erzählt die Queen of Pop von Verlusten, verpassten Chancen und dem Versuch, inneren Frieden zu finden. Laut Hella Wittenberg vom Musikexpress zeigt das Album „die Lust, mit dem Tanzen weiterzumachen, aber mit etwas schwereren Augenlidern“.

Angine de Poitrine: Außerirdischer Dada-Rock

Das kanadische Duo Angine de Poitrine, das sich als außerirdische Raum-Zeit-Reisende inszeniert, veröffentlicht mit „Vol. II“ ein Album, das sie selbst als „Dada-Pythago-Cubist–Mantra-Rock“ bezeichnen. Mit überdimensionalen Pappmaché-Masken und schwarz-weiß gepunkteten Kostümen spielen sie bewusst am Ton vorbei und erzeugen eine komplexe Sogwirkung. Milena Fessmann von radioeins hebt hervor: „Allein das macht sie schon wunderbar anders.“

JJerome87: Organische Klänge aus dem Canyon

Hinter dem sperrigen Pseudonym JJerome87 verbirgt sich Alt-J-Frontmann Joe Newman. Sein Soloalbum „The Canyon“ verzichtet auf digitale Kälte und setzt stattdessen auf entschleunigte, organische Songs, die von der warmen Sonne des Laurel Canyon der Sechziger geküsst wirken. Die Songtitel lesen sich wie Traumfragmente: Tiere, Stoffe, Medikamente, Landschaften. Claudia Gerth von radioeins beschreibt das Album als „Mischung aus Folk, Math-Rock und Ambient“.

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Sienna Spiro: Vom Transit zur großen Bühne

Die Londonerin Sienna Spiro veröffentlicht mit „Visitor“ ihr Debütalbum. Mit zehn Jahren schrieb sie ihren ersten Song, mit zwanzig landeten drei Singles gleichzeitig in den Billboard Top 100 – noch vor einem Album. Ihr Stil vereint symphonischen Pop mit einer Stimme, die Kritiker mit Lana Del Rey, Adele und Amy Winehouse vergleichen. Der Transit ist für Spiro beendet, sie ist bereit für die großen Bühnen.

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