Nordmann kritisiert fehlenden Stolz auf Berliner Kulturinstitutionen
Nordmann: Stolz auf Berliner Kultur fehlt

Nordmann vermisst Stolz auf Berliner Kultur

Der frühere Konzerthaus-Intendant Sebastian Nordmann hat in einem Interview mit der Berliner Morgenpost deutliche Kritik an der Berliner Kulturpolitik geübt. Er vermisse den Stolz auf die eigenen Kulturinstitutionen in der Hauptstadt. Nordmann, der nun das Lucerne Festival in der Schweiz leitet, sprach über die anhaltende Sparpolitik in Berlin und die mangelnde Wertschätzung für kulturelle Einrichtungen.

Wechsel nach Luzern und neue Perspektiven

Nordmann betonte, dass sein Wechsel nach Luzern ihm eine neue Sichtweise auf die Berliner Kulturszene ermöglicht habe. „Aus der Distanz wird noch deutlicher, wie sehr Berlin seine kulturellen Schätze vernachlässigt“, sagte er. Er forderte eine stärkere finanzielle Unterstützung und ein Umdenken in der Politik.

Sparpolitik als Gefahr für die Kultur

Die derzeitige Sparpolitik in Berlin gefährde die Vielfalt und Qualität des kulturellen Angebots. Nordmann verglich die Situation mit einer Fankurve, die ohne Unterstützung der Fans nicht existieren könne. „Kultur braucht nicht nur finanzielle Mittel, sondern auch emotionale Bindung und Stolz“, erklärte er.

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Nordmanns Kritik kommt zu einem Zeitpunkt, an dem viele Berliner Kultureinrichtungen um ihre Zukunft bangen. Der ehemalige Intendant des Konzerthauses appellierte an die Politik, die Bedeutung der Kultur für die Stadtgesellschaft nicht zu unterschätzen.

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