Zum 100. Geburtstag von Ingeborg Bachmann ehrt die Regisseurin Regina Schilling die Schriftstellerin mit einem Film. Die Hauptrolle spielt Sandra Hüller, die derzeit weltweit erfolgreichste und angesehenste deutsche Schauspielerin. Im Gespräch mit Gerrit Bartels erklärt Schilling, wie es zu dieser Zusammenarbeit kam.
Ein perfektes Timing
„Ihr Timing scheint perfekt: ein Ingeborg-Bachmann-Film zum 100. Geburtstag der Schriftstellerin, und dann mit Sandra Hüller“, fragt Bartels. Schilling antwortet: „Sandra Hüller kenne ich von meiner Zeit als Programmmacherin der lit.cologne, sie war dort häufig zu Gast. Ich habe ihr immer gesagt, wie sehr sie mich an Ingeborg Bachmann erinnert und dass sie Bachmann doch einmal spielen müsste. Sandra sagte dann, sie würde gern, doch ihr schriebe keiner ein Drehbuch. Sie sagte: Mach du doch das mal.“
Der Film beleuchtet das Leben und Werk der österreichischen Schriftstellerin, die 1973 in Rom starb. Bachmann, bekannt für ihre Lyrik und Prosa, gilt als eine der bedeutendsten deutschsprachigen Autorinnen des 20. Jahrhunderts. Schilling betont, dass Bachmann ihrer Zeit in vielerlei Hinsicht voraus war, sowohl literarisch als auch in ihrem Lebensentwurf.
Die Vision der Regisseurin
„Ich wollte ihr Werk zum Leuchten bringen“, sagt Schilling über ihre Motivation. Der Film zeigt nicht nur Bachmanns schriftstellerische Erfolge, sondern auch ihre persönlichen Kämpfe und Beziehungen, etwa zu Max Frisch. Sandra Hüller verkörpert Bachmann mit einer Intensität, die Kritiker bereits loben.
Der Kinostart ist für Oktober 2024 geplant. Der Film verspricht, ein neues Licht auf eine der faszinierendsten Figuren der deutschen Literaturgeschichte zu werfen.



