Rick Astley: „Aufzuhören ist leicht, emotional wird es erst danach“
Rick Astley: Aufhören leicht, emotional wird es erst danach

Der britische Sänger Rick Astley, der 1987 mit dem Hit „Never Gonna Give You Up“ weltberühmt wurde, hat im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news über die Schattenseiten seines frühen Erfolgs gesprochen. Der heute 60-Jährige erklärte, dass sein erster Hit gleichzeitig der größte seiner Karriere gewesen sei und es danach im Grunde nur noch bergab gegangen sei. „Mein erster Hit war gleichzeitig der größte meiner Karriere und von da an ging es im Grunde nur noch bergab“, sagte Astley laut einem Bericht von stern.de.

Früher Erfolg als zweischneidiges Schwert

Astley, der mit 21 Jahren schlagartig berühmt wurde, räumte ein, dass es vielleicht geholfen hätte, nicht direkt mit einer Nummer eins zu starten. „Ich bin zwar sehr zufrieden mit meinem Weg, aber es hätte vielleicht geholfen, nicht direkt mit einer Nummer eins zu starten“, so der Sänger. Er mutmaßte, dass er seine Entwicklung bewusster erlebt hätte, wenn sie schrittweise verlaufen wäre. Stattdessen habe es sich angefühlt, „als wäre ich auf eine Rakete gesetzt worden, die jahrelang nicht anhielt.“

Rückzug mit 27: „Ich war nicht wirklich glücklich“

Bereits mit 27 Jahren entschied sich Astley, eine Auszeit vom Musikgeschäft zu nehmen. „Ich musste mein Leben verändern, weil ich nicht wirklich glücklich war“, sagte er. Der Erfolg habe seinen Preis gehabt: „Man muss viel investieren und gleichzeitig auf anderes verzichten. Irgendwann kam ich an den Punkt, an dem ich mit diesem Verzicht nicht mehr leben wollte.“ Ein wesentlicher Faktor für diesen Schritt sei auch die Geburt seiner Tochter gewesen. „Ich wurde Vater und das hat meine Prioritäten völlig verschoben“, erklärte Astley.

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Das Comeback war schwieriger als der Rückzug

Einige Jahre später kehrte Astley auf die Bühne zurück. Auf die Frage, ob der Rückzug oder das Comeback schwerer gewesen sei, antwortete er: „Das Comeback war schwieriger.“ Allerdings erklärte er nicht näher, warum das Comeback herausfordernder war, sondern beschrieb die emotionalen Schwierigkeiten des Rückzugs: „Aufzuhören ist vergleichsweise leicht – emotional herausfordernd wird es erst danach. Über Jahre hinweg definiert einen der eigene Beruf. Fällt das weg, stellt sich zwangsläufig die Frage: Wer bin ich eigentlich noch?“ Gleichzeitig betonte er, dass es ein Privileg gewesen sei, finanziell so abgesichert zu sein, dass er sich bewusst zurückziehen konnte.

Dankbarkeit für beide Seiten der Karriere

Trotz aller Herausforderungen blickt Astley versöhnt auf seine Karriere zurück: „Ich empfinde vor allem Dankbarkeit dafür, diesen Weg gegangen zu sein und beide Seiten kennengelernt zu haben.“ Er habe sowohl die Höhen als auch die Tiefen des Musikgeschäfts erlebt und daraus gelernt. Heute tritt er wieder regelmäßig auf und begeistert seine Fans – auch wenn er nie wieder einen vergleichbaren Hit wie „Never Gonna Give You Up“ landen konnte.

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