Shakespeares Schwestern: Frauen in der Renaissance-Literatur
Shakespeares Schwestern: Renaissance-Frauen in der Literatur

Literaturgeschichte: Dunkle Damen und Dichterinnen – „Shakespeares Schwestern“

Berlin. In ihrer neuen Monografie beschreibt die Renaissance-Expertin Ramie Targoff das literarische Wirken von Frauen in dieser einschneidenden Epoche. Das Buch mit dem Titel „Shakespeares Schwestern“ rückt die oft übersehenen weiblichen Stimmen der Renaissance in den Fokus. Targoff, eine renommierte Wissenschaftlerin auf dem Gebiet der Renaissance-Studien, zeigt auf, wie Dichterinnen und Schriftstellerinnen trotz gesellschaftlicher Barrieren bedeutende Werke schufen.

Die Monografie beleuchtet unter anderem das Leben und Schaffen von Anne Clifford, Gräfin von Pembroke, Dorset und Montgomery (1590–1676). Clifford war eine der wenigen Frauen ihrer Zeit, die literarisch aktiv waren und deren Werke überliefert sind. Targoff analysiert, wie diese Frauen ihre Kreativität in einer von Männern dominierten Welt entfalteten und welche Strategien sie nutzten, um Gehör zu finden.

Das Buch ist nicht nur eine literaturhistorische Untersuchung, sondern auch ein Plädoyer für die Anerkennung weiblicher Beiträge zur Renaissance-Literatur. Targoff argumentiert, dass die Werke dieser „dunklen Damen“ und Dichterinnen ebenso wichtig sind wie die ihrer männlichen Zeitgenossen. Die Monografie erscheint in einer Zeit, in der die Diskussion über Diversität und Inklusion in der Literaturgeschichte an Bedeutung gewinnt.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Von Tobias Schwartz, 17.06.2026, 06:00 Uhr. Bevorzuge uns auf Google.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration