„Sonne und Beton“-Team feiert Reunion im Zoo Palast
„Sonne und Beton“-Reunion im Zoo Palast

Der Zoo Palast war am vergangenen Dienstag bis auf den letzten Platz gefüllt. Grund war die Vorführung von „Sonne und Beton“ im Rahmen der Filmreihe „Hauptrolle Berlin“ von Berliner Morgenpost und Zoo Palast. Regisseur David Wnendt und Autor Felix Lobrecht kamen gemeinsam mit dem halben Filmteam und den jugendlichen Hauptdarstellern, die seit der Berlinale-Premiere 2023 etwas älter geworden sind. Sie feierten eine ausgelassene Reunion, lange nach dem Ende der Kinotour.

Dreharbeiten in Gropiusstadt: Kiez reagierte neugierig

Wnendt und Lobrecht berichteten, wie der Film in Gropiusstadt gedreht wurde, wo Lobrecht seine Jugend verbrachte. Die Anwohner reagierten freundlich und neugierig. Nur eine Kameradrohne verärgerte einige Hochhausbewohner, die mit Kleinmöbeln nach ihr warfen. Die Prügelszene zu Beginn des Films rief sogar die echte Polizei auf den Plan, die eine echte Schlägerei vermutete.

Authentizität durch Laien-Casting

Lobrecht, der keine Drehbucherfahrung hatte, schrieb am Script mit, um die raue Straßensprache zu bewahren. Das Casting suchte keine Schauspielstudenten, sondern Laien mit Street Credibility. Die Darsteller hatten noch nie vor der Kamera gestanden und wussten nicht, was ein Casting ist. Bei den Dreharbeiten wurden sie enge Freunde, auch mit Lobrecht. Dieser ärgert sich nur darüber, dass er gern die Rolle des älteren Bruders gespielt hätte, die aber Rapper Luvre 47 übernahm. Lobrecht hatte nur einen kurzen, stummen Auftritt. Schlechte Energie gab es nicht: Wnendt und Lobrecht planen mit Luvre 47 ein weiteres Filmprojekt.

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Erfolg und Ausblick

Der Film knackte die Marke von einer Million Zuschauern, viele sahen ihn mehrfach. Auch im Zoo Palast outeten sich viele als Wiederholungsgucker. Nach dem Sozialdrama drehte Wnendt den Science-Fiction-Film „Athos 2643“, der sich nun in der Postproduktion befindet. „Auch wenn wir das alles gefühlt 600-mal gemacht haben“, sagte Wnendt über die Präsentation. Als Nächstes zeigt die Filmreihe am 4. August die Satire „Hai-Alarm am Müggelsee“ mit Regisseur Leander Haußmann.

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