Tom Holland, der 30-jährige „Spider-Man“-Star, hat gestanden, dass er bislang jede Anfrage abgelehnt hat, als Gastgeber der legendären US-Show „Saturday Night Live“ aufzutreten – aus Angst vor dem Lesen. Obwohl er die Show liebt, fürchtet er sich davor, Stichwortkarten vorzulesen, die möglicherweise kurzfristig geändert werden. Dies gab Holland in einem Auftritt im Video-Podcast „Good Hang with Amy Poehler“ preis, über den auch das US-Magazin „Deadspin“ berichtete.
Die mentale Blockade des Schauspielers
„Ich habe schwere Dyslexie“, erklärte Holland. Grundsätzlich habe er keine Schwierigkeiten mit dem Lesen, betonte der Hollywoodstar. „Ich kann gut lesen.“ Das Problem sei das laute Vorlesen. „Es ist wie eine mentale Blockade“, sagte Holland. „Ich kann erstarren.“ Diese Blockade hat ihn bisher davon abgehalten, die Einladung zu „SNL“ anzunehmen.
Karrierehöhepunkte trotz Leseschwäche
Der junge Schauspieler hat sich in den vergangenen Jahren zu einem globalen Superstar entwickelt. Er spielt nicht nur die Hauptrolle im diesjährigen Blockbuster „Spider-Man“, sondern ist auch in Christopher Nolans „Die Odyssee“ zu sehen – als Telemachos, den Sohn von Odysseus, der von Matt Damon gespielt wird. Die größte Hürde für seine Arbeit mit der Vorleseschwäche sei der sogenannte Readthrough, bei dem alle Schauspieler in einem Raum gemeinsam das Drehbuch lesen. Holland umgeht dies, indem er seinen Text vorher auswendig lernt und ihn in der Situation eher überfliegt als liest.
Amy Poehlers Unterstützung
Amy Poehler, selbst „SNL“-Veteranin und mehrfache Gastgeberin, spekuliert, dass Holland nicht der erste Gastgeber mit einer Leseschwäche in den 51 Staffeln der Show wäre. Sie zeigt sich überzeugt von ihm: „Es gab schon Gastgeber, die völlig unter Drogen standen“, sagte Poehler, „also glaube ich, dass du das auch schaffst.“ Der Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie schätzt, dass in Deutschland rund 7,5 Millionen Menschen mit Legasthenie leben – ein Thema, das auch in Hollywood präsent ist.



