Die Toten Hosen haben sich am vergangenen Wochenende im Berliner Olympiastadion mit einem furiosen Konzert von ihren Fans verabschiedet. Der Auftritt war Teil ihrer Abschiedstournee und bot eine Mischung aus Nostalgie und ausgelassener Stimmung. Besondere Gäste waren Sven Regener von Element of Crime und Farin Urlaub von den Ärzten, die gemeinsam mit der Band einige Klassiker spielten.
Ein Abend voller Erinnerungen
Die Band, die seit 44 Jahren im deutschsprachigen Raum unterwegs ist, ließ in Berlin die vergangenen Jahrzehnte Revue passieren. Frontmann Campino erinnerte an frühere Auftritte in der Stadt und betonte die besondere Verbindung zu Berlin. „Berlin war immer ein wichtiger Ort für uns“, sagte er während des Konzerts. Die Setlist umfasste Hits wie „Tage wie diese“, „Alles wird gut“ und „Hier kommt Alex“.
Das Olympiastadion war mit rund 70.000 Zuschauern ausverkauft. Die Fans feierten die Band begeistert und sangen die Texte lautstark mit. Besonders emotional wurde es, als die Band ihre Zugabe mit einer akustischen Version von „Steh auf, wenn du am Boden bist“ begann.
Gastauftritte von Sven Regener und Farin Urlaub
Höhepunkte des Abends waren die Auftritte der Gäste. Sven Regener, Sänger von Element of Crime, spielte mit den Toten Hosen den Song „Delmenhorst“. Farin Urlaub, Frontmann der Ärzte, kam für eine Version von „Schrei nach Liebe“ auf die Bühne. Die Zusammenarbeit der drei Bands, die alle aus dem deutschsprachigen Punkrock stammen, sorgte für Begeisterungsstürme.
Campino dankte den Gästen und dem Publikum für die langjährige Unterstützung. „Ohne euch wären wir nichts“, rief er ins Publikum. Die Band plant, sich nach der Tournee vorerst eine Auszeit zu nehmen, schließt aber eine Rückkehr nicht aus.
Technische Probleme und Versöhnung
Während des Konzerts gab es kurzzeitig technische Probleme mit der PA-Anlage, die jedoch schnell behoben wurden. Campino nutzte die Unterbrechung für eine humorvolle Einlage und scherzte über das Alter der Band. „Mit 44 Jahren darf man auch mal eine Pause brauchen“, sagte er. Die Stimmung blieb trotz des Zwischenfalls ausgelassen.
Das Konzert endete nach drei Stunden mit einem Feuerwerk und dem Song „You‘ll Never Walk Alone“. Die Fans verließen das Stadion mit gemischten Gefühlen – Wehmut über das Ende einer Ära, aber auch Dankbarkeit für ein unvergessliches Erlebnis.



