Wein und Kunst sind eine ideale Kombination, fand der Potsdamer Kulturtheoretiker Ralph Findeisen. In Jacques‘ Wein-Depot in Babelsberg hat er nun einen kleinen Ort für Ausstellungen und kulturelle Diskussionen geschaffen. Das Besondere: Es wird stets nur ein einziges Bild gezeigt.
Neues Ausstellungsformat in Babelsberg
Findeisen, der sich intensiv mit den Mechanismen des Kunstmarkts auseinandersetzt, veröffentlichte 2022 sein Buch „Die Kunst, der Sex, das Geld und der Müll“. Während sich manche Künstler aus der Not heraus auf Biobauernhöfe in Brandenburg zurückziehen, hat er neben seiner Autorentätigkeit den Weinladen im neu entstandenen Quartier am Filmpark übernommen. Sein Ziel: Freiräume für die Kunst zu schaffen – und seien sie noch so klein.
„After Work & Art-Programm Claustrophobia“
Das Ausstellungsformat trägt den Namen „After Work & Art-Programm Claustrophobia“. Es ist nicht nur dem begrenzten Raum geschuldet, sondern auch als bewusstes Statement gegen die heutige „Überfrachtung durch Bildexzesse“ gedacht. Am Freitag wird ein neues Bild enthüllt: „Vanashing II.“, eine Naturfotografie von Johannes Repka. Der Filmkomponist, der 2022 mit dem Deutschen Filmmusikpreis ausgezeichnet wurde, rückt nun die visuelle Wirkung seiner Arbeit in den Vordergrund.
Vernissage mit Wein
Die Vernissage findet am Donnerstag, dem 4. Juni, um 19 Uhr in der Marlene-Dietrich-Allee 17 statt. Besucher können sich auf eine Kombination aus edlen Tropfen und künstlerischer Fotografie freuen.



