Wiesn-Musical: Königliche Satire feiert München-Premiere
Wiesn-Musical: Königliche Satire feiert München-Premiere

Das Musical »Oktoberfest A Musical. An Almost True Story. Beinah wahr …« kommt zum Wiesnstart erstmals nach München. Das Stück von Komponist Harold Faltermeyer und US-Autor Philip LaZebnik wurde 2024 und 2025 in Berlin gezeigt und feiert am 16. September in der Komödie im Bayerischen Hof Premiere. Es läuft bis zum 4. Oktober, parallel zum Oktoberfest.

Im Zentrum der satirisch-komödiantischen Handlung steht die Liebesgeschichte von König Ludwig I. von Bayern und Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen, deren Hochzeit 1810 den Ursprung des Oktoberfests bildet. Themen wie die königliche Hochzeit, Lola Montez und der Bierpreis werden aufgegriffen.

Die internationale Besetzung umfasst Darsteller aus Deutschland, den USA, Österreich und der Schweiz, darunter Christoph Marti und Tobias Bonn. Gesprochen wird auf Deutsch, gesungen auf Englisch – mit Untertiteln. Das Stück sei bewusst international angelegt, hieß es.

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Harold Faltermeyer, gebürtiger Münchner, erklärte den Werdegang: »Ich möchte zuerst in die Welt raus und dann komm’ ich nach München zurück.« Eine Probeversion gab es bereits in den USA. Die Stadt München habe das Stück zunächst nicht genehmigt, da der Name »Oktoberfest« geschützt sei. Faltermeyer kritisierte: »Man kann nicht einfach die Kulturfreiheit einschränken.« Letztlich einigte man sich.

Das Musical enthält den Hinweis: »Dieses Musical ist eine unabhängige Produktion und steht in keinem Zusammenhang mit der Landeshauptstadt München als Organisatorin und Verantwortlicher der Veranstaltung »Oktoberfest«.« Laut Marti biete das Stück eine »unkonventionelle Fassung der Entstehungsgeschichte« mit einer gewissen Respektlosigkeit.

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